Mediale Misstöne beim Opernball
Die Stimmung zwischen den Privatsendern und dem ORF ist – wegen der Opernballberichterstattung – einigermaßen angespannt und mies.
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Es sind, so meinen zumindest die Vertreter, Manager und Reporter von Österreichs Privatsendern beim Opernball, schwierige Bedingungen für ihre Arbeit. So wettert Dominic Heinzl (Heinzl & die VIPs): „Das, was da passiert, ist natürlich absolut unangebracht.“ Laut Heinzl müsse ein Sender 12.000 Euro bezahlen, damit er „am nächsten Tag genau 10 Minuten berichten kann“. Am nächsten Tag. Rückwirkend.
„Und wenn wir 11 Minuten ausstrahlen, dann zahlen wir das Doppelte.“
Der ORF, so Heinzl weiter, stelle den Privatsendern keine Kameraleute zur Verfügung. „Wir kommen hier mit unserer eigenen Technik und unserem eigenen Equipment her.“
Nun gab es einen Ukas vom ORF, dass man definitiv nicht live aus den Logen berichten dürfe.
Für das oe24-Team etwa ein großes Ärgernis. Und auch Heinzl meint dazu: „Das wissen wir ja schon seit Jahren.“ Trotzdem sei es nicht in Ordnung.
Folgerichtig gab es in Österreich dann die Aufmacher-Story: „100.000 Euro für 7 Opernballstars.“
Postwendend wurde Peter Westenthaler eingeklinkt, der in Österreich tönt: „In Zeiten des allgemeinen Sparens sollte auch der ORF sparen. Für die Berichterstattung rund um den Opernball mit sieben Moderatoren und allen möglichen Spesen samt weiteren, noch ungeklärten Kosten wird viel zu viel Geld von Seiten des ORF ausgegeben.“
Für unseren Extradienst-Verleger, seine Frau und deren Gäste, die Manager des Haus des Meeres, Hans Köppen und Andreas Papez, stellt das kein Problem dar. Mucha: „Gerne kann jedes Kamerateam zu uns ins Hotel Le Meridien kommen und dort live ab 18 Uhr berichten, wie wir uns auf den Opernball vorbereiten. Dort stehen wir bereit, das ist nicht das Terrain der Staatsoper, und von dort kann definitiv – gerne auch live – kostenfrei berichtet werden.“
(red)