Wechsel in der NÖN-Geschäftsführung
Gert Bergmann übernimmt die Rolle von Michael Ausserer.

Der Geschäftsführerwechsel im Niederösterreichischen Pressehaus, dem Verlag der NÖN und der BVZ, ist abgeschlossen. Michael Ausserer übergibt die Leitung Ende April 2025 an Gert Bergmann, der seit dem 1. April 2025 offiziell die Verantwortung übernommen hat. Bis zu seinem Ausscheiden am 30. April bildet Ausserer zusammen mit Bergmann eine Doppelspitze, um eine geordnete Übergabe zu gewährleisten.
Bilanzverlust 2024
Bergmann, ein erfahrener Manager mit internationaler Expertise, unter anderem in der Automobil- und Medienbranche sowie in der Formel 1, soll das Unternehmen strukturell und strategisch weiterentwickeln. Das Pressehaus kämpft momentan mit erheblichen finanziellen Herausforderungen. Der Bilanzverlust für 2024 beträgt mehrere Millionen Euro, was auf kumulierte Verluste aus den Vorjahren zurückzuführen ist. Zur Sicherung der finanziellen Stabilität wurde das Stammkapital des Unternehmens auf Antrag von Ausserer im März von einer Million Euro auf 35.000 Euro reduziert. Ausserer teilte dem „Standard“ mit, dass er das Niederösterreichische Pressehaus jedoch als „sauber aufgestellt“ erachtet, da in den vier Jahren seiner Tätigkeit als Geschäftsführer viel geglückt sei.
Blick in die Zukunft
Der 61-jährige Gert Bergmann soll nun frische Impulse für die Marken Niederösterreichische Nachrichten (NÖN) und Burgenländische Volkszeitung (BVZ) sowie deren Online-Auftritte geben und das Unternehmen operativ sowie strategisch in eine positive Zukunft führen. Es besteht die Herausforderung, sich den wandelnden Marktbedingungen in der Medienbranche anzupassen, wodurch sich unter anderem auf die digitale Transformation und die Ausweitung der Online-Präsenz konzentriert werden muss. Der Wechsel der Geschäftsleitung erfolgt, um frischen Wind in das Unternehmen zu bringen. Ausserer bleibt dem Pressehaus allerdings weiterhin als Berater erhalten. Zudem möchte er sich nun neuen Aufgaben widmen, wie er zunächst dem „Standard“ sagte. Genauer äußerte er sich allerdings vorerst nicht. Mit den Zukunftsplänen des neuen Geschäftsleiters Bergmann steht das Niederösterreichische Pressehaus vor einer Phase der Restrukturierung und Neuausrichtung. Dieses ist im Besitz des Bistums St. Pölten, des Pressvereins der Diözese St. Pölten und der Raiffeisen Holding NÖ-Wien.
(PA/red)