UK zwingt Apple und Google zu neuen Regeln

Drittanbieter sollen in britischen App Stores künftig eigene Zahlungssysteme für Käufe und Abos nutzen können.

30.06.2026 12:38
red04
© Adobe

Apple und Google müssen ihre Bezahlregeln in den jeweiligen App Stores in Großbritannien anpassen. Die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) verlangt, dass Softwareanbieter nicht länger verpflichtet werden dürfen, Zahlungsabwicklungen ausschließlich über die Systeme der Plattformbetreiber laufen zu lassen.

Künftig sollen Drittanbieter ihre eigenen Zahlungssysteme verwenden können. Eventuelle Gebühren für alternative Abrechnungswege müssen laut Behörde fair sein und unter den bisherigen App-Store-Gebühren liegen. Google erklärte, die geforderten Änderungen bereits umgesetzt zu haben. Apple hat sich dazu bislang nicht öffentlich geäußert.

Zusätzlich soll Apple Entwicklern Zugang zu bestimmten iPhone-Technologien gewähren, etwa für kontaktloses Bezahlen. Hintergrund der Entscheidung ist die marktbeherrschende Stellung beider Unternehmen im Bereich digitaler App-Plattformen.

Auch international stehen Apple und Google unter regulatorischem Druck. In den USA und der EU laufen bzw. liefen ähnliche Verfahren, die auf mehr Wettbewerb und geringere Abhängigkeit von den App-Store-Abrechnungssystemen abzielen.

APA/Red.

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