Truth Social erwägt Premium-Zugang
Die Trump-Plattform prüft einen kostenpflichtigen Datenfeed, dessen Preis laut Bericht bis zu 100.000 Dollar monatlich betragen könnte.
Die Social-Media-Plattform Truth Social erwägt einem Medienbericht zufolge ein kostenpflichtiges Angebot für Börsenhändler und Investoren. Dabei soll es um einen besonders schnellen Zugang zu Beiträgen einflussreicher Nutzer gehen. Der mögliche Preis für diesen Dienst könnte dem Bericht der Financial Times zufolge bis zu 100.000 Dollar pro Monat betragen.
Beschleunigte Zustellung von Beiträgen geplant
Hinter dem Vorhaben steht die Trump Media & Technology Group (TMTG), der Betreiber von Truth Social. Nach Informationen der Financial Times prüft das Unternehmen ein Angebot, mit dem bestimmte Nutzer Social-Media-Beiträge früher erhalten könnten als andere Leser. Eine Stellungnahme von TMTG zu dem Bericht lag zunächst nicht vor. Das Unternehmen hatte zuvor einen kostenpflichtigen Daten-Feed mit dem Namen „Truth API“ angekündigt. Dieser soll Banken und Handelsunternehmen ermöglichen, Beiträge der zehn einflussreichsten Nutzer schneller abzurufen.
Trump-Beiträge als relevante Marktinformationen
Beiträge von Donald Trump auf Truth Social haben in der Vergangenheit Auswirkungen auf die Finanzmärkte gehabt. Für Händler können schnelle Informationen über politische Ankündigungen oder wirtschaftliche Entscheidungen einen finanziellen Wert haben. Ein Beispiel dafür war der 9. April 2025: Nachdem Trump über Truth Social eine 90-tägige Aussetzung zahlreicher neuer Zölle angekündigt hatte, legten wichtige Aktienindizes an der Wall Street deutlich zu.
Aktie von TMTG reagiert auf Bericht
Nach dem Bericht der Financial Times verringerte die Aktie von TMTG ihre zwischenzeitlichen Verluste und lag zuletzt 0,4 Prozent im Minus. Seit Beginn des Jahres hat das Papier rund 27 Prozent an Wert verloren. Der Donald J. Trump Revocable Trust, der die Investitionen von Donald Trump verwaltet, hält laut Börsenunterlagen rund 41 Prozent der TMTG-Aktien. Das Unternehmen steht im Wettbewerb mit anderen Anbietern im Bereich sozialer Medien.
(APA/red)