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TikTok “vergiftet” Nutzer mit Schad-Content

Tests mit Accounts "erfolgreich" - Center for Countering Digital Hate kritisiert Mangel an Schutz
©unsplash

TikTok: Plattform ist laut CCDH sch√§dlich f√ľr Kinder

Das Center for Countering Digital Hate (CCDH) erhebt schwere Anschuldigungen gegen das beliebte chinesischst√§mmige Portal TikTok. “Bestimmte Konten” junger Neunutzer h√§tten in den Minuten nach ihrem Beitritt zur Plattform wiederholt Inhalte rund um Essst√∂rungen und andere potenziell Schaden verursachende Themen erhalten.

Acht Konten getestet

Die Organisation hat jeweils zwei Konten in den USA, Gro√übritannien, Australien und Kanada f√ľr angeblich 13-J√§hrige erstellt. Ein Konto in jedem Land erhielt einen weiblichen Namen und das andere erhielt einen √§hnlichen Namen, aber mit einem Hinweis im Benutzernamen, der auf den Wunsch hindeutete, abnehmen zu wollen. Die Auswerter verglichen dann, was innerhalb der ersten 30 Minuten auf den Accounts auftauchte.

Der Bericht unterscheidet nicht zwischen Inhalten mit einer positiven Absicht und einer klareren negativen Absicht, wobei das CCDH argumentiert, dass es in vielen F√§llen nicht m√∂glich war, die Absicht eines Videos definitiv zu bestimmen, und dass selbst solche mit einer positiven Absicht f√ľr einige Nutzer immer noch belastend sein k√∂nnten. Laut der Organisation ist die schiere Geschwindigkeit, mit der TikTok neuen Nutzern Inhalte empfiehlt, sch√§dlich.

Alle 39 Sekunden Neues

W√§hrend des Tests seien auf einem der Konten innerhalb von drei Minuten nach dem Beitritt zu TikTok Inhalte aufgetaucht, die sich auf Suizid bezogen, und der Inhalt mit Bezug auf Essst√∂rungen sei innerhalb von acht Minuten auf einem Konto zu sehen gewesen. Im Durchschnitt seien alle 39 Sekunden Videos √ľber psychische Gesundheit und K√∂rperbild serviert worden.

Die Konten, die Hinweise auf das körperloche Aussehen im Benutzernamen hatten, erhielten dreimal mehr schädliche Inhalte und zwölfmal mehr Inhalte, die sich auf Selbstverletzung und Suizid bezogen. Das CCDH habe auf TikTok zudem eine Essstörungsgemeinschaft gefunden, die sowohl kodierte als auch offene Hashtags verwendet, um Material mit mehr als 13 Mrd. Aufrufen ihrer Videos zu teilen.

CCDH-Gesch√§ftsf√ľhrer Imran Ahmed wirft TikTok vor, j√ľngere Nutzer “zu vergiften”. “Das Portal sch√ľrt bei Kindern den Hass auf den eigenen K√∂rper und gibt extreme Hinweise auf Selbstverletzung und ungeordnete, potenziell t√∂dliche Einstellungen zum Essen. Eltern werden w√ľtend sein, dass der Gesetzgeber es vers√§umt, junge Menschen vor gro√üen Tech-Milliard√§ren, ihren unverantwortlichen Social-Media-Apps und zunehmend aggressiven Algorithmen zu sch√ľtzen.”

APA/Red.

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