Thomas Prantner nicht mehr ORF-Stiftungsrat
Thomas Prantner, der von der FPÖ entsandte ORF-Stiftungsrat, hat sein Amt mit sofortiger Wirkung zurückgelegt.
Na endlich! Das wurde aber auch Zeit.
Thomas Prantner, der von der FPÖ entsandte und vom steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek geförderte ORF-Stiftungsrat, hat sein Amt mit sofortiger Wirkung zurückgelegt.
Ach, waren das Zeiten, als der Mann, der seiner Stellvertreterin dreist einen „Dreier“ vorschlug, sich in der Rapid-Loge des ORF wichtig machen konnte.
Dass er dabei auch für seine eigene Beratungs-Tätigkeit netzwerkmäßig Kontakte knüpfen konnte, liegt wohl nahe. Ob er für dieses Privileg einen Refund an den ORF leistete, wäre eine durchaus lohnende Aufgabe für die Compliance-Stelle, zu erurieren.
Denn eine Matchkarte in einer Loge übersteigt wertmäßig definitiv das, was Compliance-mäßig bei den meisten Unternehmen hierzulande grade noch toleriert wird.
Aber Prantner konnte sich nicht nur daran erfreuen, sondern kam auch indirekt den Genuss eines fetten Betrages (branchenintern kursiert eine Summe von 200.000 Euro), die der Österreichische Rundfunk dafür berappte, um Prantners seinerzeitige Stellvertreterin ruhig zu stellen und zum Schweigen zu bringen.
Über die peinliche Affäre wusste zwar jeder in der Branche Bescheid, traute sich aber nicht, darüber mit Namensnennung Prantners zu berichten.
Nicht einmal der stellvertretende Chefredakteur des ORF wagte es, Prantner beim Namen zu nennen, weil er keine Lust hatte, sich eine Klage einzufangen, wie er auf Bluesky öffentlich gestand.
Aufgeflogen sind die unappetitlichen Prantner-Details deshalb, weil er Daten ungesichert auf dem ORF-Server zurückließ, als Prantner dort seinen Arbeitsplatz verließ. Die wurden gefunden und schwuppdiwupp war der unreuige Thomas geoutet.
Ein neuer Höhepunkt der Peinlichkeiten aus dem ORF-Intrigantenstadl. Und große Erleichterung darüber, dass einer von denen nicht mehr die Geschicke des wichtigsten heimischen Medienunternehmens mitgestaltet.
medicratius
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