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Terroranschlag: 1.500 Beschwerden beim Presserat

"Absoluter Negativrekord".
© Pixabay

Vergangene Woche sind beim Presserat mehr als 1.500 Beschwerden aufgrund der Berichterstattung zum Terroranschlag in Wien eingelangt. “Ein absoluter Negativrekord”, stellte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Alexander Warzilek in einer Aussendung am Freitag (13.11.) fest. Denn zu keinem anderen Thema habe es in der Geschichte des Österreichischen Presserats eine derart hohe Anzahl an Beschwerden gegeben. Eine Entscheidung des zustĂ€ndigen Senats 2 wird Mitte Dezember erwartet.

Der Großteil der Beschwerden bezieht sich demnach auf die Veröffentlichung von Video- und Bildmaterial, auf dem zu sehen ist, wie ein Opfer erschossen bzw. ein Polizist niedergeschossen wird. Sie betreffen die MedienhĂ€user von “oe24” und “Kronen Zeitung”. Aber auch die Veröffentlichung von Bildern, auf denen Blutlachen am Tatort zu sehen sind, die Verbreitung von GerĂŒchten und falschen Informationen, die GefĂ€hrdung des laufenden Polizeieinsatzes durch rasches Hochladen von Video- und Bildmaterial, die Veröffentlichung von Bildern, auf denen flĂŒchtende Passanten zu sehen sind sowie identifizierende Berichte und Bildveröffentlichungen vom AttentĂ€ter sowie von Polizisten wurde von Lesern beanstandet.

Alle Meldungen werden dem Senat 2 des Presserats vorgelegt. Dieser entscheidet in einer Sondersitzung am 19. November, ob bzw. in welchen FĂ€llen ein Verfahren eingeleitet wird, hieß es in der Aussendung. “Wir rechnen dann Mitte Dezember mit einer Entscheidung”, kĂŒndigte Andreas Koller, Sprecher des Senats 2, an. “Die große Anzahl der Beschwerden zu der schrecklichen Terrorattacke zeigt jedenfalls auch, wie groß das BedĂŒrfnis nach medienethischen Standards in der Berichterstattung ist”, so Koller.

 

APA/Red

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