Straßenzeitungen starten gemeinsamen Aktionstag
Acht Straßenzeitungen möchten mit einem gemeinsamen Aktionstag auf soziale Ungleichheit und die Bedeutung ihrer Arbeit aufmerksam machen.
Sieben österreichische und eine Südtiroler Straßenzeitung erklären den 21. Oktober zum „Tag der Straßenzeitung Österreich“. Der gemeinsame Aktionstag soll auf soziale Gerechtigkeit, Menschenwürde und solidarisches Miteinander aufmerksam machen. Zugleich wollen die beteiligten Redaktionen in Zeiten von Einsparungen im Sozialbereich und einer angespannten Medienlandschaft die Bedeutung ihrer Arbeit hervorheben.
Acht Zeitungen, ein Aktionstag
Beteiligt sind der 20er aus Tirol, Apropos aus Salzburg, der in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland vertriebene Augustin, kaz aus Kärnten, Kupfermuckn aus Oberösterreich, marie aus Vorarlberg, Megaphon aus der Steiermark sowie zebra aus Südtirol. Ihre gemeinsame Botschaft lautet: „Wir sind gekommen, um zu bleiben, denn es braucht uns!“ Der Aktionstag soll sichtbar machen, was im Alltag häufig übersehen wird: Armut, Wohnungslosigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzung, aber auch die Perspektiven und Leistungen von Menschen, die sich einen Neuanfang aufbauen.
Hilfe zur Selbsthilfe
Die Straßenzeitungen arbeiten nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Mindestens 50 Prozent der Verkaufserlöse gehen an die Verkäufer. Neben dem Verkaufserlös bieten die Zeitungen auch soziale Unterstützung, etwa bei der Suche nach einer Unterkunft oder bei rechtlichen Fragen. Der Anspruch der Redaktionen verbindet soziale Arbeit mit Journalismus. Die Zeitungen wollen nicht nur über soziale Ungleichheit berichten, sondern auch dazu anregen, deren Ursachen zu hinterfragen. Nach Angaben der gemeinsamen Website werden die sieben österreichischen Straßenzeitungen von rund 1.600 Menschen verkauft. Insgesamt erreichen die Blätter demnach rund 128.800 Leser.
(APA/red)