Social Media: Schutz für Jugendliche gefordert
Staatssekretärin sieht Netzwerke wie gesundheitsschädliche Produkte
Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) fordert striktere Regeln für Social-Media-Plattformen, insbesondere für Jugendliche: „Kinder brauchen Schutz – wie bei Alkohol und Tabak.“ Anlass sind jüngste Urteile in den USA gegen soziale Netzwerke.
Königsberger-Ludwig betont, dass es bei Social Media nicht nur um Mediennutzung gehe, sondern um Produkte mit potenziell gesundheitsschädlicher Wirkung. Mechanismen wie Algorithmen, Endlos-Scrolling oder Belohnungssysteme könnten süchtig machen. Ähnlich wie bei Tabak oder Medikamenten müsse daher das Produktdesign reguliert und Plattformen haftbar gemacht werden können – unabhängig von einzelnen Inhalten.
„Plattformen tragen Verantwortung für die Wirkung ihrer Produkte. Wenn Systeme bewusst Aufmerksamkeit binden, ist das kein Zufall, sondern Geschäftsmodell“, so die Staatssekretärin. Sie fordert auch in Europa klare Regeln, um Kinder und Jugendliche frühzeitig zu schützen.
APA/Red.