Anzeige

Salzkammergut-Media im Sanierungsverfahren

Das Medien- und Druckunternehmen hat am Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet

10.03.2026 11:48
red04
© Adobe

Die Salzkammergut‑Media GmbH hat am Montag beim Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Laut Angaben von Gläubigerschutzverbänden stehen Aktiva von rund 312.000 Euro Passiva von etwa 3,5 Millionen Euro gegenüber. Von der Insolvenz sind rund 210 Gläubiger sowie 67 Mitarbeiter betroffen.

Das Unternehmen ist in den Bereichen Druckerei, Medienarbeit und Werbeagentur tätig. Standorte befinden sich unter anderem in Melk sowie in Oberösterreich in Gmunden, Rohr, Traun, Freistadt und Bad Ischl. Ziel des Verfahrens ist es, den Betrieb an veränderte Marktbedingungen anzupassen.

Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten werden unter anderem der technologische Wandel in der Druckbranche und die zunehmende Digitalisierung genannt. Diese hätten zwar nicht zwingend zu Umsatzeinbußen geführt, jedoch die Gewinnsituation verschlechtert. Gläubigerschützer verwiesen zudem auf gravierende Mängel in der Buchhaltung.

Das Unternehmen selbst nennt zusätzlich den Ausfall einzelner Kunden sowie den unerwarteten Wegfall von Kreditlinien als Auslöser für die Insolvenz. Der Geschäftsbetrieb soll während des Sanierungsverfahrens fortgeführt werden.

Der vorgelegte Sanierungsplan sieht eine Quote von 20 Prozent für die Gläubiger vor, die innerhalb von zwei Jahren bezahlt werden soll. Die Finanzierung soll aus dem laufenden Betrieb erfolgen. Von der Insolvenz betroffen ist ausschließlich die Salzkammergut Media GmbH mit ihren oberösterreichischen Betriebsstätten. Andere Unternehmen der Gruppe, darunter die Druckerei Gugler in Melk sowie verbundene Druckereien und die Holding CMYK Beteiligungs GmbH, sind laut Angaben nicht Teil des Verfahrens.

APA/Red.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren