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Papst nahm in RAI-Studio TV-Interview auf

Franziskus besuchte Hauptquartier des Staatsfernsehens
©unsplash

Papst Franziskus, der am Freitag wegen Fieber seine Termine abgesagt hat, ist wohlauf und hat am Samstagnachmittag die Studios der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt RAI fĂŒr ein Interview mit dem Programm “A sua immagine” besucht. Zum ersten Mal hat ein Papst ein Fernsehstudio betreten, verlautete der Vatikan.

Das Interview hĂ€tte eigentlich am 29. MĂ€rz aufgezeichnet werden sollen. An diesem Tag wurde der Papst jedoch in das Krankenhaus Gemelli eingeliefert, das Interview musste daher verschoben werden. Franziskus erreichte den RAI-Hauptsitz im Auto und wurde im Rollstuhl ins Fernsehstudio begleitet. Hier begrĂŒĂŸte er die Anwesenden, die ihn mit Applaus feierten.

“Die Anwesenheit von Papst Franziskus in den RAI-Studios ist ein historisches Ereignis fĂŒr das Unternehmen und ein Moment von großer IntensitĂ€t und Bedeutung. Der Heilige Vater hat die FĂ€higkeit, die Herzen von uns allen, GlĂ€ubigen und Nicht-GlĂ€ubigen gleichermaßen, zu berĂŒhren, dank seiner außergewöhnlichen Empathie und der Kraft seiner Botschaft universelle Werte wie Frieden, NĂ€chstenliebe und Integration betreffend. Wir werden diesen Moment mit großer Ergriffenheit in Erinnerung behalten”, sagte RAI-PrĂ€sidentin Marinella Soldi.

Der Frieden und die Schwierigkeiten des Lebens standen im Mittelpunkt des Interviews, das am 4. Juni von Rai 1 um 9.40 Uhr ausgestrahlt wird. Der Papst betonte zu Beginn des Interviews die Notwendigkeit, fĂŒr den Frieden zu arbeiten, denn “mit dem Frieden gewinnt man immer, mit dem Krieg verliert man alles”, sagte er und zitierte die Radiobotschaft von Pius XII. vom August 1939.

Das Fernsehinterview wurde vom Priester Marco Pozza, Seelsorger des GefĂ€ngnisses von Padua, organisiert. Zusammen mit der Moderatorin Lorena Bianchetti sprach Papst Franziskus ĂŒber die großen aktuellen Themen dieser Zeit. Er sprach ĂŒber die Schwierigkeiten, denen jeder im tĂ€glichen Leben begegne, ĂŒber die AggressivitĂ€t, die das soziale Leben durchdringe, und schließlich ĂŒber die Rolle, die Kommunikation und Information in diesem Szenario spielen mĂŒssten.

Im Studio anwesend waren eine Nonne aus Turin, Agnese Rondi, die sich um Menschen mit Behinderungen kĂŒmmert, sowie Fausto Desalu, Olympiasieger in der 4×100-Meter-Staffel. Er wurde als Kind nigerianischer Einwanderer in Italien aufgenommen. Im Studio prĂ€sent waren auch Serena und Matteo, ein junges Elternpaar, das Papst Franziskus im Gemelli-Krankenhaus kennenlernte und das der Heilige Vater nach dem Tod ihrer kleinen Tochter umarmte.

Der Papst war bereits am Karfreitag 2021 vom TV-Programm “A sua immagine” interviewt worden, das sich fĂŒr RAI 1 mit religiösen Themen beschĂ€ftigt. Franziskus hat zuletzt immer wieder TV-Interviews gegeben, er hatte bisher jedoch kein TV-Studio besucht.

APA/Red.

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