OpenAI-Managerin tritt zurück
Eine führende OpenAI-Managerin verlässt das Unternehmen aus Kritik an der Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium.
Beim KI-Unternehmen OpenAI ist es im Zusammenhang mit einem Auftrag des US-Verteidigungsministeriums zu einem Rücktritt gekommen. Caitlin Kalinowski, Leiterin für Robotik und Hardware, gab am Samstag bekannt, dass sie das Unternehmen verlässt. Als Grund nannte sie Bedenken über die Zusammenarbeit von OpenAI mit dem US-Militär.
In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte Kalinowski, OpenAI habe ihrer Ansicht nach zu schnell zugestimmt, seine KI-Modelle in geheimen Cloud-Netzwerken des Ministeriums einzusetzen. Ihrer Meinung nach hätte es mehr Zeit für Überlegungen und klare Regeln geben müssen.
Die Vereinbarung zwischen OpenAI und dem Militär war Ende Februar bekannt gegeben worden. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Bundesbehörden angewiesen, keine Geschäfte mehr mit dem bisherigen Vertragspartner Anthropic zu machen. Das Unternehmen hatte gefordert, dass seine KI nicht für autonome Waffen oder zur Massenüberwachung in den USA eingesetzt wird.
Kalinowski betonte, künstliche Intelligenz spiele eine wichtige Rolle für die nationale Sicherheit. Gleichzeitig warnte sie jedoch vor möglichen Einsätzen ohne ausreichende Kontrolle, etwa bei Überwachung ohne richterliche Genehmigung oder bei autonomen Waffensystemen ohne menschliche Entscheidung.
OpenAI wies die Kritik zurück und erklärte, dass klare Grenzen für den Einsatz der Technologie bestehen. Demnach seien Anwendungen für inländische Überwachung oder autonome Waffen ausgeschlossen.
APA/Red.