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KI verschärft Cyberangriffe auf Industrie

Experten warnen, dass Künstliche Intelligenz Cyberangriffe beschleunigt – Unternehmen setzen bei der Abwehr ebenfalls auf KI und Kooperation.

09.03.2026 12:00
red04
© Adobe

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert laut Experten die Bedrohungslage für Unternehmen deutlich. Cyberangriffe auf die Industrie werden zunehmend automatisiert und schneller durchgeführt. Darauf wiesen Sicherheitsexperten bei einer Cyber-Konferenz in Wien hin.

Natalia Oropeza, globale Cybersecurity-Chefin von Siemens, erklärte, dass Angreifer durch KI vor allem drei Vorteile hätten: Sie könnten schneller Schadsoftware entwickeln, Sicherheitslücken rascher entdecken und Deepfakes für Betrugsversuche nutzen. Gleichzeitig könne KI aber auch bei der Verteidigung helfen, da Unternehmen große Datenmengen für die Analyse nutzen können.

Jimmy Heschl, Global Head of Digital Security beim Getränkehersteller Red Bull, schilderte die Häufigkeit solcher Angriffe anhand eines Tests. Ein ungeschützter Server sei innerhalb von 24 Stunden insgesamt 96 Mal attackiert worden.

Bei der Abwehr setzen Unternehmen zunehmend auf spezialisierte Sicherheitsteams und moderne Analyseverfahren. Dabei spielen auch Fachkräfte mit besonderen Fähigkeiten bei der Mustererkennung eine Rolle. Cyber-Sicherheit sei zudem ein dauerhaftes Thema für das Management von Unternehmen.

Eine weitere Herausforderung ist der Fachkräftemangel. Weltweit fehlen laut Schätzungen rund vier Millionen Experten im Bereich Cyber-Sicherheit. Unternehmen versuchen daher verstärkt, Fachkräfte auszubilden und neue Talente zu gewinnen.

Zudem setzen viele Firmen auf internationale Zusammenarbeit. So wurde von Siemens gemeinsam mit Partnern wie Microsoft, IBM und Allianz die Initiative Charter of Trust gegründet. Ziel ist es, weltweit höhere Sicherheitsstandards zu fördern und Unternehmen bei der Absicherung ihrer Lieferketten zu unterstützen.

Auch auf nationaler Ebene wird der Austausch verstärkt. In Österreich tauschen sich Unternehmen regelmäßig über Erfahrungen und aktuelle Bedrohungen aus, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

APA/Red.

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