KI-Jobs erreichen Rekordanteil auf karriere.at
2025 hatten erstmals drei Prozent aller Stelleninserate auf karriere.at einen Bezug zu Künstlicher Intelligenz – vor allem in IT und bei KMU.
Eine Analyse des aktuellen Arbeitsmarktreports von karriere.at zeigt, dass 2025 drei Prozent aller Stelleninserate auf der Plattform einen Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI) hatten. Dazu zählen Begriffe wie „Künstliche Intelligenz“, „Machine Learning“ oder die Namen von KI-Chatbots wie „Copilot“ oder „ChatGPT“. Über die letzten zehn Jahre ist der Anteil solcher Inserate kontinuierlich gestiegen und erreichte nun den bisherigen Höchststand.
Besonders viele KI-Stellen wurden im IT-Bereich ausgeschrieben. Große Unternehmen haben über die Jahre eine stetige Nachfrage nach Fachkräften mit KI-Know-how gezeigt. Bei Klein- und Mittelunternehmen (KMU) war zwischen 2021 und 2024 ein Rückgang zu beobachten, 2025 wurden jedoch mehr KI-Jobs ausgeschrieben als je zuvor.
„Drei Prozent klingt zunächst wenig, zeigt aber die Dynamik: Mittlerweile gibt es kaum ein Berufsfeld, das nicht vom KI-Boom betroffen ist. Auch KMU investieren nach einer Phase der Zurückhaltung nun verstärkt in KI-Fachkräfte“, erklärt Georg Konjovic, CEO von karriere.at. Die Inserate richten sich hauptsächlich an KI-Expertinnen und Entwicklerinnen; die Anwendung von KI-Tools wird nur selten explizit erwähnt.
Einstiegsjobs sind insgesamt nur leicht rückläufig: Ihr Anteil sank 2025 um 0,4 Prozentpunkte auf 14 Prozent. Besonders deutlich war der Rückgang im Rechtswesen, wo der Anteil der Einsteigerstellen von 16 auf 12 Prozent fiel. In den meisten anderen Berufsfeldern war der Rückgang minimal, in einigen Bereichen wie Gastronomie, Tourismus sowie Produktion und Handwerk stieg der Anteil leicht an.
Die Analyse zeigt, dass KI zunehmend in alle Berufsfelder integriert wird. Unternehmen aller Größenordnungen reagieren darauf mit einer steigenden Nachfrage nach Fachkräften mit entsprechenden Kompetenzen, während die Veränderungen bei Einstiegspositionen bisher nur moderat ausfallen.
APA/Red.