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KI-gestützte Beschwerden belasten Datenschutzbehörde

Die Zahl der Beschwerden steigt stark – viele davon werden offenbar mithilfe von KI erstellt.

28.04.2026 10:44
red04
© Adobe

Die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) sieht sich mit einem deutlich gestiegenen Arbeitsaufkommen konfrontiert. Laut aktuellem Tätigkeitsbericht hat sich die Zahl der Beschwerden aus dem Inland innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt, während die personellen Ressourcen unverändert geblieben sind. Gleichzeitig fällt auf, dass immer mehr Eingaben offenbar mithilfe von Künstlicher Intelligenz verfasst werden.

Im Jahr 2023 gingen noch 2.389 Beschwerden ein, im darauffolgenden Jahr waren es bereits rund 5.300. Die Zahl der abgeschlossenen Verfahren konnte mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten: Sie stieg im selben Zeitraum von 1.978 auf 3.403 Fälle.

Die Behörde berichtet, dass viele Beschwerden offensichtlich mithilfe von KI-gestützten Sprachmodellen wie Chatbots erstellt wurden. Auffällig seien dabei vor allem der große Umfang der Schreiben sowie präzise Verweise auf Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Solche Eingaben unterscheiden sich in Aufbau und Inhalt deutlich von klassischen Beschwerden.

APA/Red.

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