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KI soll Corona am Husten-Sound erkennen

Neue App des Massachusetts Institute of Technology.
© Pixabay

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine KI-gestĂŒtzte, mobile App entwickelt, die anhand des GerĂ€usches, das beim Husten entsteht, COVID-19 diagnostiziert. Das Team um Juan Brian Subirana hat die smarte Analyse-Software hierzu mit zehntausenden Husten-GerĂ€uschen von Gesunden und Infizierten trainiert. Parallel dazu wurden die Probanden auf COVID-19 getestet.

Pre-Screening-App als Ziel

“Unser Tool könnte die Ausbreitung der Pandemie verringern, wenn jeder es nutzt, bevor er in ein Klassenzimmer, eine Fabrik oder ein Restaurant geht”, sagt Subirana. Das Team arbeitet nun mit der japanischen Takeda Pharmaceutical Company und KrankenhĂ€usern auf der ganzen Welt zusammen, um eine kostenlose Pre-Screening-App zu entwickeln, die auf dem KI-Modell basiert.

Schon vor dem Beginn der verheerenden Pandemie am Anfang dieses Jahres hatten die MIT-Wissenschaftler Husten-GerĂ€usche als Möglichkeit zur zielgerichteten Diagnose untersucht. Sie zielten auf das Erkennen von LungenentzĂŒndungen und Asthma ab. Am MIT befasste man sich dann mehr und mehr mit der Möglichkeit, Alzheimer anhand von Husten-GerĂ€uschen zu erkennen. Diese Krankheit ist nicht nur von einer Zerstörung der Gehirnzellen gekennzeichnet, sondern auch durch VerĂ€nderungen der StimmbĂ€nder durch neuromuskulĂ€ren Abbau.

Ähnlichkeiten zu Alzheimer

Beim Ausbruch der Pandemie gab es Hinweise darauf, dass auch bei Corona-Infizierten neurologische Symptome wie vorĂŒbergehende neuromuskulĂ€re Probleme auftreten. “Also dachten wir uns, warum probieren wir diese Alzheimer-Biomarker nicht auch fĂŒr COVID-19 aus”, so Subirana. Es gab Übereinstimmungen zwischen den Husten-GerĂ€uschen bei Menschen mit Alzheimer und jenen, die mit dem Virus infiziert sind. Tests zeigten, dass das auf KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) basierende Verfahren 98,5 Prozent der Infizierten erkennen.

 

PT/Red

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