Skip to content

Immer mehr LGBTQ-Charaktere im US-Fernsehen

Serien wie "Batwoman", "Pose" und "Billions" rufen viele positive Reaktionen bei Zuschauern hervor.
© FX Network

In der Netflix Serie “Pose” schlĂŒpft Indya Moor in die Rolle der transsexuellen Angel Evangelista

Mehr LGBTQ-Charaktere als je zuvor bevölkern 2019 US-Fernsehserien. Vor allem bei den großen Rundfunknetzwerken wie “NBC” und “The CW” sind LGBTQ-Personen so stark reprĂ€sentiert wie noch nie zuvor. Das geht aus einer Analyse der Gay and Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) hervor.

LGBTQ-Geschichten wichtig

“Es ist wichtig, dass LGBTQ-Charaktere medial ĂŒberhaupt sichtbar sind, aber auch in welchem Licht sie dann gezeigt werden. Eine positive Darstellung ist fĂŒr LGBTQ-Zuschauer als Identifikationsfigur sehr wichtig. Sie merken dadurch, dass ihre eigene Geschichte wichtig und erzĂ€hlenswert ist”, erklĂ€rt Markus Ulrich, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland, im pressetext-Interview.

Die GLAAD hat 879 Charaktere untersucht, die regelmĂ€ĂŸig in TV von großen Rundfunknetzwerken auftreten. 90 dieser Charaktere, also etwa zehn Prozent, wurden als LGBTQ identifiziert. Im Jahr 2018 lag die Zahl noch bei 8,8 Prozent. Zum ersten Mal sind mit 53 Prozent der Charaktere mehr LGBTQ-Frauen als MĂ€nner im Fernsehen zu sehen. Nur im US-Kabelfernsehen sind LGBTQ-Charaktere noch zu selten.

ReprÀsentation schafft Akzeptanz

Serien wie “Batwoman”, “Pose” und “Billions”, die Geschichten von LGBTQ-Personen erzĂ€hlen, sind laut den GLAAD-Analysten nicht nur inklusiv, sondern rufen auch viele positive Reaktionen bei Zuschauern hervor. “In einer Zeit, in der das kulturelle Klima immer polarisierender wird, ist ReprĂ€sentation von LGBTQ-Menschen im Fernsehen besonder entscheidend dafĂŒr, Akzeptanz zu schaffen”, sagt GLAAD-CEO Sarah Kate Ellis.

“Die ReprĂ€sentation kann die Wahrnehmung von Menschen prĂ€gen, die im Alltag nicht viele LGBTQ-Personen kennen. FĂŒr viele ist das die einzige Möglichkeit, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen”, meint Ulrich. Bis ins Jahr 2025 erwartet die GLAAD, dass 20 Prozent der Fernseh-Charaktere LGBTQ-Personen sind. Denn der Rekordwert von 2019 sei nicht schwer erreicht worden, da zuvor kaum mediale Sichtbarkeit vorhanden war.

 

Pressetext/Red

GefÀllt Ihnen der Beitrag?
Facebook
Twitter
LinkedIn
Telegram
WhatsApp
Email
Cookie-Einwilligung mit Real Cookie Banner