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Happy Birthday Twitter!

Die Plattform wird 15.
© Pixabay

MitgrĂŒnder und Chef Jack Dorsey möchte Twitter weit ĂŒber das gewohnte Kurznachrichtenformat bringen. Dazu gehören von alleine verschwindende Tweets mit dem Namen “Fleets”, die “Spaces”-Talkrunden nach dem Vorbild von Clubhouse. Sich Tweets von eigenen Algorithmen sortieren zu lassen, steht auch in der Diskussion. Außerdem testet Twitter die Möglichkeit, zahlenden Abonnenten exklusive Inhalte oder Angebote verfĂŒgbar zu machen.

Dabei muss Twitter noch einige HĂŒrden ĂŒberwinden. Wie sorgt man als Betreiber dafĂŒr, dass der Ton zivilisiert bleibt? Und dass die Plattform nicht zur Manipulation der öffentlichen Meinung genutzt wird – wie bei der großangelegten russischen Kampagne zur US-PrĂ€sidentenwahl 2016?

An Letzterem wird schon gearbeitet. Schon seit Ende 2019 lĂ€sst Twitter keine Tweets zu politischen Themen mehr als Anzeigen verbreiten. Dennoch wurde das vergangene Jahr zur Feuerprobe fĂŒr den Umgang mit kontroversen Inhalten. Twitter entschied sich fĂŒr ein konsequentes Vorgehen gegen Tweets mit falschen oder irrefĂŒhrenden Informationen ĂŒber das Coronavirus und zur US-PrĂ€sidentenwahl. Das trieb den Konflikt zwischen Twitter und seinem lange Zeit mĂ€chtigsten Nutzer – dem inzwischen ehemaligen US-PrĂ€sidenten Donald Trump – auf die Spitze. Nach der Attacke von Trump-AnhĂ€ngern auf das Kapitol verbannte Twitter den damals noch amtierenden PrĂ€sidenten – und betonte, dass es fĂŒr ihn keinen Weg zurĂŒck auf die Plattform gebe.

Dabei fing alles so gut an. Ein Tweet am 15. JĂ€nner 2009 verdeutlichte das Potenzial der Plattform. “Es ist ein Flugzeug im Hudson”, twitterte der Software-Unternehmer Janis Krums sein Foto einer gerade im New Yorker Fluss notgewasserten Passagiermaschine auf den Hudson River.

Im “Arabischen FrĂŒhling” half Twitter der Bewegung. Die Plattform wurde zu einem wichtigen Instrument der Demonstranten. Twitter wird zwischen Visionen und Politik zerrieben. Vielleicht kann die Plattform in den nĂ€chsten 15 Jahren zu seinen AnfĂ€ngen zurĂŒckfinden.

 

APA/red

 

 

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