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Google-Datencenter in Kronstorf soll wachsen

Der geplante Google-Standort in Kronstorf könnte nach neuen Plänen zu einem der größten Projekte des Konzerns werden.

10.07.2026 13:01
red04
© APA / HELMUT FOHRINGER
Zum Zeitpunkt des Spatenstichs war von einer maximalen Stromkapazität von 150 Megawatt die Rede.

Der geplante Datencenter-Standort von Google in Kronstorf im Bezirk Linz-Land könnte wesentlich größer ausfallen als ursprünglich angekündigt. Nach Medienberichten hat der Konzern zusätzliche Ausbaustufen bei der Gemeinde und der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land zur Genehmigung eingereicht. Die neuen Pläne beziehen sich auf das gesamte rund 50 Hektar große Areal. Demnach soll die Anlage im Endausbau etwa zweieinhalbmal so groß werden wie bisher vorgesehen. Der erwartete Stromverbrauch könnte dann zwischen 1,5 und 2 Terawattstunden pro Jahr liegen.

Eröffnung für 2027 geplant

Die Planungen für den Standort reichen bereits 18 Jahre zurück. Ende April erfolgte schließlich der Spatenstich für das Datencenter in Kronstorf. Die Eröffnung ist für 2027 vorgesehen. Google hatte angekündigt, durch das Projekt rund 100 Arbeitsplätze zu schaffen. Zum Zeitpunkt des Spatenstichs war von einer maximalen Stromkapazität von 150 Megawatt die Rede. Mit den nun eingereichten Erweiterungsplänen würde der Standort jedoch deutlich größere Dimensionen erreichen. Medienberichten zufolge könnte das Projekt zu einem der größten Datencenter-Standorte innerhalb des Google-Konzerns werden. Im Raum steht ein Investment in Milliardenhöhe.

Kritik von Umweltschützern

Die geplante Größe der Anlage sorgt auch für Kritik. Die Umweltschutzorganisation WWF fordert vor weiteren Genehmigungen eine umfassende Prüfung der Auswirkungen. WWF-Bodenschutzsprecher Simon Pories bezeichnete das Vorhaben als eines der größten Boden- und Energiefresser-Projekte des Landes. Nach Ansicht der Organisation müssten der gesamte Flächen-, Strom- und Wasserbedarf sowie mögliche Auswirkungen auf das Stromnetz und die Region vollständig offengelegt und unabhängig bewertet werden.

Bürgerinitiative kündigt Kundgebung an

Auch eine regionale Bürgerinitiative äußert Bedenken gegen das Projekt. Sie hat für den 17. Juli um 15 Uhr eine Kundgebung bei der Baustelle angekündigt. Die Initiative fordert unter anderem die Offenlegung sämtlicher Verträge und Vereinbarungen zwischen Politik und Technologiekonzernen sowie umfassende Prüfungen zu möglichen Auswirkungen auf Lärm, Verkehr und Netzsicherheit. Zudem verlangt sie Maßnahmen zum Schutz vor Lärmbelastung und möglichen Folgen der Abwärme auf das regionale Mikroklima.

(APA/red)

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