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Gesundheitsjournalist Bankhofer verstorben

Hademar Bankhofer, österreichischer Gesundheitsjournalist und Buchautor, ist im Alter von 84 Jahren verstorben.

26.02.2026 12:03
red04
© Adobe Stock
Hadschi Bankhofer schrieb auf Facebook, dass sein Vater „ganz sanft an Altersschwäche“ gestorben sei.

Der österreichische Gesundheitsjournalist und Buchautor Hademar Bankhofer verstarb am gestrigen Mittwoch im Alter von 84 Jahren. Er prägte über Jahrzehnte die Gesundheitsberichterstattung im deutschsprachigen Raum, sowohl im Fernsehen als auch in Printmedien, und veröffentlichte zahlreiche Ratgeberbücher zu Ernährung, Naturarzneien und Hausmitteln.

Frühe Jahre und Ausbildung

Hademar Bankhofer wurde am 13. Mai 1941 in Klosterneuburg geboren. Er studierte an der Universität Wien unter anderem Jus, Publizistik, Philosophie und Germanistik, schloss das Studium jedoch nicht ab. Erste journalistische Erfahrungen sammelte er als Reporter bei Wochen- und Tageszeitungen sowie als stellvertretender Chefredakteur einer Wiener Wochenzeitung. Seine Hinwendung zu Gesundheitsthemen begann in einer Phase persönlicher Unzufriedenheit mit seinem Lebensstil. Inspiriert von dem mehrfachen Radrennmeister Ferry Dusika entwickelte Bankhofer ein Interesse an gesunder Lebensführung und Prävention.

„Hexenschuß und Heiserkeit“

Bereits während seiner Studienzeit sammelte Bankhofer auf Motorradtouren über Bauernhöfe traditionelle Rezepte und Heilmethoden. 1972 veröffentlichte er seine erste Sammlung unter dem Titel „Hexenschuß und Heiserkeit“. In Zusammenarbeit mit Dusika entstand später das Buch „Dicke essen zu viel“. Laut eigenen Angaben hatte seine Begeisterung für Gesundheit ihre Wurzeln in der Beschäftigung mit Kräutern durch seine Mutter. Seine Arbeit stieß bald auf Aufmerksamkeit in deutschen und österreichischen Medien. 1985 begann er auf Einladung von Walter Schiejok, eine Gesundheitsrubrik in der Sendereihe „WIR“ zu betreuen. Parallel schrieb er Bücher, hielt Vorträge und veröffentlichte Artikel in Tages- und Wochenzeitungen. Weniger bekannt ist, dass Bankhofer zu Beginn seiner TV-Karriere auch den Dackel im „Helmi“-Kinderverkehrsklub synchronisierte.

Medienpräsenz und Auszeichnungen

Bankhofer arbeitete eng mit Wissenschaftlern und Ärzten zusammen und leitete internationale Symposien. 1991 verlieh ihm der damalige Wissenschaftsminister Erhard Busek mit Zustimmung der Universität Wien den Berufstitel „Professor“. Darüber hinaus erhielt er das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien (1989), die Ehrenmedaille für Wissenschaft & Kunst der Albert-Schweitzer-Gesellschaft (1997) sowie das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten (2007). Ab 2006 moderierte Bankhofer die Gesundheitssendung „Die gesunde halbe Stunde“ im ORF-Spartenkanal TW1. Auf Radio Wien gab er regelmäßig Tipps für ein gesünderes Leben in „Wohlfühlen leicht gemacht“ und später moderierte er das wöchentliche Fernsehmagazin „Gut geht’s“. Einige seiner Empfehlungen, wie etwa die Wirkung von Äpfeln auf das Herzinfarktrisiko, sorgten anfangs für Diskussionen, sind heute jedoch wissenschaftlich anerkannt.

Vermächtnis

2008 kam es zu einem Einschnitt: Die ARD beendete die Zusammenarbeit mit Bankhofer wegen des Verdachts auf Schleichwerbung für Produkte aus dem Gesundheitsbereich. Auch der ORF trennte sich daraufhin von ihm. Ab Herbst 2009 präsentierte er im Privatsender Austria 9 das Familienmagazin „einfach Bankhofer“, in dem er Österreichs Gesundheits- und Wellnessangebote vorstellte und Experten aus Medizin, Biologie, Pharmazie und Ernährung besuchte. Hademar Bankhofer hinterlässt seine Frau Lizzy sowie seinen Sohn, den Radiojournalisten Hadschi Bankhofer. Dieser schrieb auf Facebook, dass sein Vater „ganz sanft an Altersschwäche“ gestorben sei und würdigte ihn als Mensch voller Güte, Bescheidenheit, Freundlichkeit und Großzügigkeit.

(APA/red)

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