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Die Programm-Dirigentin

So will die neue ORF-Programmdirektorin gemeinsam mit den Channel-Managern die Programmflotte auf Schiene bringen
© Bernhard Eder

Mit BundesprÀsidenten Alexander Van der Bellen als Ehrengast startete Stefanie Groiss-Horowitz ihr Sender-Baby Puls24

ExtraDienst: Gratulation zu Ihrer Bestellung. Wie darf man sich die Zeit bis zu Ihrem Amtsantritt vorstellen? Sind Sie noch als Sendechefin von Puls 4 und Puls 24 angestellt?

Stefanie Groiss-Horowitz: Ich bin seit 1. September freigestellt. Das war mein Wunsch, bis die Phase der Bewerbung geklÀrt ist. Jetzt bleibe ich bis Ende September freigestellt, danach wird der Vertrag aufgelöst.

ED: Was qualifiziert Sie zur Programmdirektorin?

Groiss-Horowitz: Es gilt, die Rahmenbedingungen zu gestalten, in denen die Kreativen zu Höchstleistungen auflaufen. Dies ist ein sehr strategischer Prozess. Meine Qualifikation liegt darin, diese Strategien zu entwickeln und in die Tat umzusetzen. Ich hatte jetzt das erste Mal bei Puls 4 die Möglichkeit, einen Sender ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum zu fĂŒhren. Und konnte die Marktanteile signifikant von 4,2 auf 5,2 Prozent erhöhen.

ED: Wird Alexander Hofer beide Channels managen?

Groiss-Horowitz: Nein.*

ED: Wie ist Ihr Einfluss in diesem Bereich?

Groiss-Horowitz: Es gibt mittlerweile seit fĂŒnf Jahren eine klare Aufteilung: Die Programmdirektion ist fĂŒr die Gesamtstrategie zustĂ€ndig. Darin liegt ja auch der Erfolg des ORF, dass er sein Orchester so auffĂŒhrt, dass es ein Gesamtkunstwerk ergibt. Den Bereich zu orchestrieren, ist mein Job. Da macht es Sinn, dass die Channels eigene Verantwortliche haben, die sich im Detail um die Ausgestaltung kĂŒmmern.

ED: Wie arbeiten Sie mit Kathrin Zechner zusammen?

Groiss-Horowitz: Ich schÀtze sie sehr. Wir stehen auch im Austausch. ED: Ist öffentlich-rechtlich noch öffentlich-rechtlich?

Groiss-Horowitz: Ja. Angepasst an die Herausforderungen, die wir haben: neue Plattformen, neue Zielgruppenansprache. Wir mĂŒssen dafĂŒr sorgen, dass wir dem Publikum unsere Inhalte, fĂŒr die es ja bezahlt, auch prĂ€sentieren können. Öffentlich-rechtlich als Wert ist nicht zu diskutieren und auch wichtig fĂŒr diese Gesellschaft. Darin unterscheidet es sich in ein paar wesentlichen Punkten von Privat-TV. Wiewohl es viele Privat-Initiativen gibt, die einen sehr hohen Anspruch erfĂŒllen und auch Public Value anbieten.

 

Von Christian W. Mucha

 

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