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Deutsche Gewerkschaft ruft vor “Prime Day” zum Streik bei Amazon auf

Unternehmen reagiert gelassen vor Aktion an sieben Standorten
© Unsplash

Die Gewerkschaft fordert von Amazon die Anerkennung der KollektivvertrÀge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrags

Amazon stand aufgrund seiner BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse nicht nur einmal in der Kritik. Nun fordert die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zum Streik auf. An sieben Verteilerzentren sollen demnach die Arbeitenden protestieren. Verdi fĂŒhrt diese Protestaktion mit Blick auf die jĂ€hrliche Verkaufskampagne “Prime Days” bei Amazon.

Auch an anderen Stationen solle es Aktionen mit Beginn der Nachtschicht von Sonntag auf Montag geben, kĂŒndigte Verdi am Sonntag an. Die Gewerkschaft fordert von Amazon die Anerkennung der KollektivvertrĂ€ge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrags “Gute und gesunde Arbeit”.

Zum Streik aufgerufen, werden die BeschĂ€ftigten in Graben bei Augsburg, Leipzig, Koblenz, Rheinberg, Werne und an den zwei Standorten in Bad Hersfeld. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger erklĂ€rte, den seit Jahren fĂŒr einen Tarifvertrag bei Amazon kĂ€mpfenden Kollegen gehöre der Respekt von Verdi. Die Gewerkschaft warf Amazon war, um mehrere hundert Euro niedrigere Einkommen zu zahlen als vergleichbare tarifgebundene Unternehmen.

Der US-Konzern erwartet allerdings keine Auswirkungen fĂŒr die Kunden durch die Aktionen. Wie ein Unternehmenssprecher erklĂ€rte, hĂ€tten die Vorbereitungen fĂŒr die besonderen Verkaufstage bereits vor Wochen begonnen, bei denen Amazon nach eigenen Angaben Kunden seines “Prime”-Dienstes exklusive Rabatte gewĂ€hrt.
Die Kritik seitens Verdi wehrt Amazon damit ab, dass das Unternehmen erklÀrte, dass es ihnen wichtig sei, allen Kollegen attraktive Jobs mit guten Perspektiven zu bieten.

 

APA/ Red.

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