„Immer wieder sonntags“ endet trotz guter Quoten
Die ARD beendet „Immer wieder sonntags“ nach 31 Jahren und setzt stattdessen auf neue digitale Formate.
Nach mehr als 30 Jahren ist Schluss mit „Immer wieder sonntags“. Die letzte Ausgabe des TV-Formats lief am gestrigen Sonntag im Ersten mit Stefan Mross als Moderator. Zum Abschied waren noch einmal zahlreiche Gäste aus der Schlagerwelt dabei. Mross wurde während der Sendung an einigen Stellen emotional. Nach einem Ständchen von Sigrid und Marina musste er sich die Tränen aus den Augen wischen. „Ich wollte stark bleiben und nicht weinen, aber jetzt habt ihr’s geschafft“, sagte der 50-Jährige. Auch ein Rückblick auf frühere Ausgaben nahm ihn sichtbar mit.
Bekannte Gäste zum Finale
Für die letzte Sendung hatte Mross einige Künstler eingeladen, die mit „Immer wieder sonntags“ eng verbunden sind. Dazu gehörte Andy Borg. Kein anderer Musiker war im Laufe der Jahre so häufig in der Sendung zu Gast. Auch Vanessa Mai kam nach Rust. Sie hatte 2013 bei „Immer wieder sonntags“ ihren ersten Fernsehauftritt. Außerdem traten Semino Rossi und die US-amerikanische Schlagersängerin Peggy March auf. Für einen weiteren zentralen Auftritt sorgten Marianne und Michael Hartl. Das Duo hatte sich 2024 eigentlich von der Bühne verabschiedet, kehrte für die letzte Ausgabe aber noch einmal zurück.
Mross prägte Format lange
„Immer wieder sonntags“ ging 1995 erstmals auf Sendung. Seit 2005 stand Stefan Mross als Moderator vor der Kamera. Seine Trompete und der direkte Kontakt zum Publikum wurden zu festen Bestandteilen der Sendung. Auch zuletzt erreichte das Format noch ein großes Publikum. Im vergangenen Jahr kamen die Ausgaben im Schnitt auf 1,26 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag bei rund 17 Prozent.
Absetzung wegen Sparmaßnahmen
Dass die Sendung trotz dieser Zahlen endet, hat vor allem finanzielle Gründe. ARD und SWR verwiesen auf Sparmaßnahmen und den geplanten Ausbau neuer digitaler Formate. Womit nach 31 Jahren Schluss mit „Immer wieder sonntags“ ist.
(APA/red)