Google passt Spam-Regeln in Europa an

Nach Kritik von Verlagen und einer EU-Untersuchung passt Google seine Regeln für Suchergebnisse in Europa an.

31.08.2026 8:44
red04
© Adobe Stock
Google hält dagegen, dass die Spam-Regeln vor allem dazu dienen, manipulierte und minderwertige Inhalte aus der Suche herauszuhalten. 

Google ändert seine Spam-Regeln für die Suche in Europa. Die neuen Vorgaben gelten seit dem gestrigen Sonntag in den 27 EU-Staaten sowie in Island, Norwegen und Liechtenstein. Außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) bleibt zunächst alles beim Alten.

Streit um Googles Spam-Regeln

Auslöser für die Änderung ist eine Untersuchung der Europäischen Kommission. Dabei geht es um die Frage, ob Google mit bestimmten Regeln andere Anbieter benachteiligt. Vor allem Verlage sehen sich durch die bisherigen Vorgaben im Nachteil. Im Zentrum steht die Regel „Site Reputation Abuse“. Sie soll verhindern, dass Webseiten mit fremden oder ausgelagerten Inhalten bessere Platzierungen in der Google-Suche erreichen. Genau diese Regel sorgt bei Verlagen für Ärger. Sie befürchten, dass ihre Inhalte dadurch weiter unten in den Suchergebnissen landen. Das kostet im Zweifel Reichweite – und damit auch Werbeeinnahmen. Einige Verlage sehen darin einen Vorteil für Google selbst.

EU prüft den Fall

Die Europäische Kommission untersucht die Angelegenheit auf Grundlage des Digital Markets Act (DMA). Das Gesetz soll die Marktmacht großer Tech-Konzerne begrenzen und den Wettbewerb stärken. Bei Verstößen sind empfindliche Strafen möglich – grundsätzlich bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Google hält dagegen, dass die Spam-Regeln vor allem dazu dienen, manipulierte und minderwertige Inhalte aus der Suche herauszuhalten.

(APA/red)

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