Zwangspause für Online-Casinos

Online-Glücksspielanbieter müssen sich vor einer Lizenzvergabe vorübergehend vom österreichischen Markt zurückziehen.

26.06.2026 8:59
red04
© Adobe

Mit dem geplanten Glücksspielgesetz soll der österreichische Online-Glücksspielmarkt teilweise geöffnet werden. Anbieter, die bislang ohne österreichische Lizenz tätig waren, müssen sich jedoch zunächst für eine sogenannte “Abkühlphase” vom heimischen Markt zurückziehen, bevor sie eine neue Lizenz beantragen können. Grundsätzlich beträgt diese Frist 18 Monate.

Für Unternehmen, die ihr Angebot noch heuer einstellen und ab 1. Jänner nicht mehr ohne österreichische Lizenz am Markt aktiv sind, ist eine verkürzte Wartezeit von neun Monaten vorgesehen. Hintergrund ist, dass die derzeitige Online-Glücksspiellizenz noch bis 30. September des kommenden Jahres gilt. Anschließend sollen die neuen Konzessionen vergeben werden.

Kritik kommt von der Österreichischen Vereinigung für Wetten und Glücksspiel (OVWG). Generalsekretär Thomas Forstner befürchtet, dass Spieler während der Zwangspause auf nicht regulierte Plattformen ausweichen könnten. Dadurch werde der angestrebte Spielerschutz geschwächt. Als Beispiel verweist die Branchenvertretung auf die Niederlande, wo eine ähnliche Regelung laut OVWG zu einem Anstieg des illegalen Marktes geführt habe.

APA/Red.

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