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Studie zweifelt an Social-Media-Verbot

Eine erste Untersuchung zeigt, dass Australiens Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige bislang kaum Auswirkungen auf das Nutzungsverhalten hat.

red04 11:11 Uhr 1 Min. Lesezeit
social medien
Moscow, Russia, 29-07-2023: New Elon Musk's twitter X app on smartphone screen surrounded by other social media network apps. Twitter rebranding. Modern social media communication. © Adobe

Das weltweit erste Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren in Australien zeigt laut einer aktuellen Studie bislang nur geringe Wirkung. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass sich das Nutzungsverhalten junger Menschen seit Inkrafttreten der Regelung kaum verändert hat.

Den Forschern zufolge umgehen viele Minderjährige die gesetzlichen Beschränkungen, etwa durch die Nutzung von Konten älterer Personen oder durch die Erstellung von Accounts mit falschen Altersangaben. Dadurch bleibt der Zugang zu Plattformen wie Instagram, Facebook und TikTok weiterhin möglich.

Für die Studie wurden mehr als 400 Jugendliche vor und nach Inkrafttreten des Gesetzes befragt. Während sich bei den 12- bis 13-Jährigen kaum Veränderungen zeigten, ging die Nutzung bei den 14- bis 15-Jährigen leicht zurück. Bei Jugendlichen ab 16 Jahren wurde hingegen sogar ein Anstieg der Social-Media-Nutzung festgestellt.

Australien hatte das Verbot Ende 2025 als erstes Land weltweit eingeführt. Inzwischen beschäftigen sich auch andere Staaten mit ähnlichen Regelungen. Die Ergebnisse der Studie werfen jedoch Fragen zur praktischen Wirksamkeit solcher Altersbeschränkungen auf.

Auch in Deutschland wird über strengere Vorgaben für soziale Netzwerke diskutiert. Eine Expertenkommission sprach sich zuletzt allerdings gegen ein generelles Verbot aus und empfahl stattdessen altersabhängige Regelungen sowie gezielte Beschränkungen für einzelne Plattformen.

APA/Red.

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