Servicestelle soll Schutz für Journalisten verbessern

Das Medienministerium plant eine neue Kontaktstelle zum Schutz von Journalisten bei Bedrohungen und Angriffen.

24.06.2026 14:09
red04
© Adobe Stock
Neben der unmittelbaren Unterstützung im Einzelfall soll die Stelle auch präventiv wirken und langfristig zur Verbesserung der Arbeitssicherheit im Journalismus beitragen.

Das österreichische Medienministerium arbeitet an einer neuen Maßnahme zum besseren Schutz von Journalisten im beruflichen Alltag. Geplant ist die Einrichtung einer zentralen Kontakt- und Servicestelle, die als erste Anlaufstelle bei Bedrohungen, Angriffen oder anderen sicherheitsrelevanten Vorfällen dienen soll. Neben der unmittelbaren Unterstützung im Einzelfall soll die Stelle auch präventiv wirken und langfristig zur Verbesserung der Arbeitssicherheit im Journalismus beitragen.

Beratungs- und Unterstützungsangebote

Die geplante Struktur soll nicht nur im akuten Gefährdungsfall reagieren, sondern auch umfassende Beratungs-, Schulungs- und Serviceleistungen anbieten. Ziel ist es, Journalisten besser auf mögliche Risiken vorzubereiten und ihnen konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit Bedrohungssituationen zu geben. Dadurch soll eine niedrigschwellige Unterstützung entstehen, die sowohl im Krisenfall als auch vorbeugend genutzt werden kann.

Finanzierung der neuen Struktur

Für den Aufbau und den laufenden Betrieb der Kontakt- und Servicestelle stellt das Medienministerium jährlich rund 100.000 Euro zur Verfügung. Diese Mittel sollen vor allem für organisatorische Aufgaben, Beratungstätigkeiten sowie die Entwicklung und Durchführung von Schulungsangeboten eingesetzt werden. Die Finanzierung ist als kontinuierliche Förderung vorgesehen, konkrete Pläne für eine spätere Erweiterung oder Anpassung der Mittel wurden bislang nicht veröffentlicht.

Hintergrund der Initiative

Die Maßnahme wird vor dem Hintergrund zunehmender Herausforderungen für Journalisten gesetzt. Dazu zählen unter anderem verbale Angriffe, digitale Bedrohungen sowie vereinzelt auch physische Übergriffe im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit. Nationale und internationale Beobachter weisen seit Jahren auf eine angespannte Lage im Bereich der Medienfreiheit hin und betonen die Notwendigkeit struktureller Schutzmaßnahmen.

(PA/red)

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren