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Streaming bringt wenig Einkommen

Viele Musiker sind abhängig von Plattformen, verdienen daran aber kaum.

13.04.2026 9:56
red04
© Adobe

Viele Musikschaffende können ihren Lebensunterhalt nicht allein durch Streaming finanzieren, sind jedoch stark darauf angewiesen. Das zeigt eine Studie des Oxford Internet Institute und der Universität Groningen, die sich auf weniger bekannte Künstler konzentriert.

Für die Untersuchung wurden 1.198 Musikerinnen und Musiker aus mehreren Ländern befragt. Ein Großteil erzielt nur geringe Einnahmen: 77 Prozent verdienten im Jahr vor der Befragung weniger als 10.000 Euro, ein erheblicher Teil sogar weniger als 1.000 Euro oder gar nichts.

Der Anteil von Streaming am Einkommen fällt unterschiedlich aus, bleibt insgesamt aber gering. Gleichzeitig messen viele Befragte Streaming-Plattformen eine große Bedeutung für ihre Karriere bei, vor allem wegen der Sichtbarkeit. Dieses Spannungsfeld wird von Experten als „Streaming-Paradox“ beschrieben: hohe Abhängigkeit bei gleichzeitig niedrigen Einnahmen.

Auch einzelne Künstler kritisieren die Situation. So machte der deutsche Rapper LGoony darauf aufmerksam, dass Streams auf Plattformen wie Spotify nur sehr geringe Beträge einbringen. Zusätzlich erschweren Algorithmen und KI-generierte Inhalte die Konkurrenz um Aufmerksamkeit.

Politisch wird das Thema ebenfalls aufgegriffen: Wolfram Weimer plant Gespräche mit Labels und Streamingdiensten, um eine fairere Bezahlung für Musikerinnen und Musiker zu erreichen.

APA/Red.

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