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EU beschließt Verbot von KI-Porno-Deepfakes

Das EU-Parlament geht gegen missbräuchliche KI-Inhalte vor und will Betroffene besser schützen.

27.03.2026 9:51
red04
© Adobe

Das Europäisches Parlament hat für ein Verbot von KI-Anwendungen gestimmt, die zur Erstellung von pornografischen Deepfakes ohne Zustimmung der Betroffenen genutzt werden. Die neue Regelung soll in den kommenden Monaten in Kraft treten, sobald das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist.

Im Fokus stehen Programme, die mithilfe von Künstliche Intelligenz täuschend echte Bilder oder Videos erzeugen, in denen Personen in sexuellen Situationen dargestellt werden. Laut Gesetz gefährden solche Inhalte die Würde und Privatsphäre der Betroffenen erheblich.

Auslöser für das Vorgehen waren unter anderem Vorfälle rund um den Chatbot Grok, der mit der Plattform von Elon Musk in Verbindung steht. Nutzer hatten damit massenhaft manipulierte, sexualisierte Inhalte erstellt und verbreitet. Mehrere Staaten sowie die EU-Kommission reagierten mit Untersuchungen und Einschränkungen.

Das Verbot ist Teil einer Überarbeitung des bereits 2024 beschlossenen EU-KI-Gesetzes. Während einige Regeln verschärft werden, sollen andere Bereiche – etwa der Einsatz von KI bei Behörden oder im Gesundheitswesen – zeitlich gestreckt werden.

Politikerinnen wie Elisabeth Grossmann und Lena Schilling begrüßten den Schritt und betonten die Dringlichkeit, digitale Gewalt einzudämmen. Auch zivilgesellschaftliche Initiativen wie Aufstehn.at hatten zuvor strengere Maßnahmen gefordert.

APA/Red.
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