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Norbert Himmler als ZDF-Intendant wiedergewählt

Norbert Himmler wurde im ersten Wahlgang vom ZDF-Fernsehrat erneut zum Intendanten gewählt.

13.03.2026 13:13
red04
© ZDF/Tim Thiel
Norbert Himmler

Norbert Himmler bleibt Intendant des ZDF. Bei der Wahl im Fernsehrat des öffentlich-rechtlichen Senders in Mainz erhielt der 55-Jährige im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit. Himmler war der einzige Kandidat; die ursprünglich ebenfalls zugelassene TV-Journalistin Floria Fee Fassihi hatte ihre Bewerbung zurückgezogen. Himmler ist seit Frühjahr 2022 an der Spitze des Senders und seine derzeitige Amtszeit läuft bis März 2027. Mit der Wiederwahl kann er nun für weitere fünf Jahre die Leitung des ZDF mit seinen rund 6.000 Mitarbeitern übernehmen. Für die Entscheidung war eine Drei-Fünftel-Mehrheit der 60 Mitglieder des Fernsehrats erforderlich, sohin 36 Stimmen. In geheimer Abstimmung stimmten 48 der 53 anwesenden Mitglieder für Himmler, zwei Mitglieder enthielten sich, drei stimmten dagegen.

Motto „Ein ZDF für alle“

Himmler hatte seine Wiederwahl zuvor mit dem Programmziel „ein ZDF für alle“ begründet. Er kündigte an, das Angebot für Kinder und Jugendliche auszubauen und die Nähe zu den Menschen zu stärken. Ziel sei es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Dazu sollen mehr Sendungen außerhalb des Mainzer Sendezentrums produziert werden, um präsenter vor Ort zu sein. Himmler betonte zudem, das ZDF wolle vielfältige Perspektiven zeigen und unvoreingenommen berichten. Das ZDF zählt zu den größten Rundfunkanstalten Europas und wird über den Rundfunkbeitrag finanziert. Aktuell beträgt dieser 18,36 Euro pro Monat pro Haushalt.

Bedeutung der Glaubwürdigkeit

Das ZDF reagiert auf Fehler mit KI-generierten Bildern und falscher Kontextualisierung in Sendungen mit einem Fünf-Punkte-Programm. Dazu zählen Schulungen zur Nutzung Künstlicher Intelligenz, die Verifikation von Quellen, verbesserte interne Abläufe und ein optimiertes Frühwarnsystem. Hintergrund war ein Beitrag im ZDF-„heute journal“ Mitte Februar. Dort wurden Videosequenzen gezeigt, die mittels KI erstellt und nicht als solche gekennzeichnet waren. In der Fernsehratssitzung bezeichnete Himmler den Vorfall als „gravierend“. Er betonte, dass Glaubwürdigkeit das höchste Gut des Senders sei. Die für den Beitrag verantwortliche New-York-Korrespondentin wurde abberufen. Himmler bezeichnete diesen Schritt als „hart, aber notwendig“. Zudem kritisierte er die verzögerte Aufarbeitung des Fehlers am ersten Tag.

(APA/red)

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