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Netflix zieht sich aus Warner-Bieterkampf zurück

Im Rennen um Warner Bros. Discovery bleibt Paramount führend, Netflix sieht das Angebot als nicht lohnend und steigt aus.

27.02.2026 10:37
red04
© Adobe Stock
Die Netflix-Ko-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters erklärten, dass der Vorschlag von Paramount „überlegen“ sei und Warner Bros. für Netflix finanziell nicht mehr attraktiv erscheine.

Nach einem neuen Angebot von Paramount Skydance im Wettbewerb um den US-Film- und Medienkonzern Warner Bros. Discovery (WBD) hat der Streamingdienst Netflix angekündigt, sein eigenes Gebot nicht erhöhen zu wollen. Die Netflix-Ko-Chefs Ted Sarandos und Greg Peters erklärten am gestrigen Donnerstag (Ortszeit), dass der Vorschlag von Paramount „überlegen“ sei und Paramount für Netflix finanziell nicht mehr attraktiv erscheine.

Höhe des Paramount-Angebots

Zuvor hatte WBD das neue Angebot von Paramount als „überlegenes Unternehmensangebot“ bewertet. Gleichzeitig räumte der Konzern Netflix eine Frist von vier Geschäftstagen ein, um gegebenenfalls nachzulegen. Nach Ablauf dieser Frist könnte WBD die bestehende Fusionsvereinbarung mit Netflix kündigen, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Paramount bietet zuletzt rund 110 Milliarden US-Dollar (gut 93 Milliarden Euro) für Warner Bros. Discovery, was einem Aktienpreis von 31 Dollar entspricht. Das letzte Netflix-Angebot lag bei 83 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 30 Dollar pro Aktie.

Unterschiedliche Übernahmepläne

Während Paramount die gesamte WBD-Gruppe inklusive Fernsehsender wie CNN übernehmen will, strebt Netflix nur den Erwerb des Filmgeschäfts sowie des Streamingdienstes HBO an. Die Entscheidung über die Zukunft des Konzerns soll am 20. März auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Aktionäre fallen. Der Wettbewerb um WBD hat auch politische Implikationen: Netflix-Mitgründer Reed Hastings ist in den USA als einer der größten Unterstützer der Demokratischen Partei bekannt. Paramount-Chef David Ellison und sein Vater Larry Ellison, CEO des Softwarekonzerns Oracle, zählen hingegen zu den Unterstützern von US-Präsident Donald Trump.

(APA/red)

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