YouTube einigt sich im US-Prozess

Im Streit um angeblich suchtfördernde Plattform-Mechanismen hat YouTube einen Vergleich mit einem Jugendlichen in den USA geschlossen.

24.06.2026 12:44
red04
© Adobe

Die Videoplattform YouTube hat in den USA einen Vergleich in einem Verfahren um Vorwürfe sozialer Medienabhängigkeit geschlossen. Ein 15-jähriger Kläger hatte dem Dienst vorgeworfen, seine psychische Gesundheit durch die Nutzung der Plattform beeinträchtigt zu haben.

Die Einigung wurde von der Muttergesellschaft Google bestätigt. Über die Inhalte des Vergleichs wurde Stillschweigen vereinbart, ein Schuldeingeständnis erfolgte nicht. Das Unternehmen betonte, weiterhin an altersgerechten Produkten und besseren Kontrollmöglichkeiten für Eltern zu arbeiten.

Der Kläger und seine Anwälte argumentieren hingegen, dass große Social-Media-Unternehmen gezielt Mechanismen einsetzen würden, um Nutzer möglichst lange auf ihren Plattformen zu halten. Genannt werden dabei Funktionen wie automatische Wiedergabe oder endloses Scrollen.

Der Fall ist Teil eines größeren Musterverfahrens in den USA, in dem mehrere Plattformen wie Meta, TikTok und Snapchat wegen ähnlicher Vorwürfe verklagt werden. Dabei geht es um die Frage, ob soziale Netzwerke zur Zunahme psychischer Probleme bei Jugendlichen beitragen.

Bereits in früheren Verfahren kam es zu Urteilen und Vergleichen in Millionenhöhe, unter anderem gegen große Tech-Konzerne. Weitere Prozesse sind in den kommenden Monaten in den USA geplant.

ApA/Red.

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