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Wiener informieren sich vor allem online

Das Internet bleibt laut Wiener Mediendiskursstudie 2026 die wichtigste Informationsquelle, während Fernsehen leicht an täglicher Nutzung verliert.

24.09.2026 16:27
red04
© Adobe Stock
Acht von zehn Befragten nutzen das Internet fast täglich.

Das Internet bleibt auch 2026 die wichtigste Informationsquelle der Wiener Bevölkerung. Das zeigt die jährlich durchgeführte Mediendiskursstudie der Stadt Wien, die seit 2019 Mediennutzung, Informationsverhalten und Themeninteressen untersucht. Acht von zehn Befragten nutzen das Internet demnach fast täglich. Auch Social Media bleiben mit 50 Prozent täglicher beziehungsweise fast täglicher Nutzung auf dem Niveau des Vorjahres. Dahinter folgen Fernsehen, Radio und Tageszeitungen sowie Nachrichten-Apps und die Nachrichtenseiten klassischer Medienanbieter. Diese Angebote erreichen tägliche Nutzungswerte zwischen 31 und 37 Prozent.

Klassische Medien bleiben stabil

Während die tägliche Fernsehnutzung im längerfristigen Vergleich leicht zurückgeht, halten Radio und Tageszeitungen ein weitgehend stabiles Nutzungsniveau. Auch Streamingdienste für Musik und Videos werden von rund einem Viertel der Wiener täglich genutzt. Infoscreens und Außenwerbung erreichen tägliche Nutzungsanteile zwischen 16 und 18 Prozent. Zulegen konnten gegenüber dem Vorjahr vor allem Newsletter mit 15 Prozent, Chatbots beziehungsweise Chats mit 14 Prozent sowie Magazine und Zeitschriften mit 12 Prozent täglicher Nutzung. Von der Stadt Wien erwarten sich die Befragten vor allem laufende Informationen über das Internet, das Fernsehen, das Radio und Tageszeitungen.

Junge Zielgruppen nutzen klassische Medien weniger

Langfristig zeigt sich laut Studie ein Rückgang bei Fernsehen, Radio und Print-Tageszeitungen. Gleichzeitig bleibt das grundsätzliche Vertrauen in diese Mediengattungen bestehen, erklärt Martin Schipany, Dienststellenleiter der Stadt Wien – Kommunikation und Medien (MA 53). Social Media weisen zwar eine hohe Nutzung auf, werden von den Befragten aber nur mit einem vergleichsweise geringen Beitrag zur Meinungsbildung verbunden. Die Stadt Wien setzt daher laut Schipany auf eine medienübergreifende Kommunikationsstrategie, die klassische Medien ebenso wie digitale Kanäle und Social Media umfasst.

Interesse an Medienkompetenz

Bei den Themeninteressen zeigen sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls nur geringe Veränderungen. Besonders gefragt sind Informationen zu Gesundheit, öffentlicher Sicherheit, Nahversorgung sowie Energie und Wasser. Zudem bleibt das Interesse an Themen rund um Medienkompetenz hoch. 73 Prozent der Befragten interessieren sich dafür, Fake News zu erkennen, 71 Prozent dafür, Cybercrime zu vermeiden. 63 Prozent wollen besser erkennen können, ob Inhalte mit künstlicher Intelligenz erstellt wurden.

(PA/red)

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