Weg frei für Russmedia-Einstieg bei Moser Holding
Die Bundeswettbewerbsbehörde hat den Medien-Deal zwischen Russmedia und der Moser Holding ohne Auflagen genehmigt.
Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat die geplante Übernahme der Tiroler Moser Holding durch die Vorarlberger Russmedia freigegeben. Nach Angaben der Behörde vom Dienstag ergab die wettbewerbsrechtliche Prüfung keine Einwände gegen den Zusammenschluss.
Keine wettbewerblichen Bedenken festgestellt
Die BWB untersuchte die Auswirkungen der Übernahme und kam zu dem Ergebnis, dass aus wettbewerblicher Sicht keine Bedenken bestehen. Damit ist der Weg für die geplante Beteiligungsänderung bei der Moser Holding frei. Zur Moser Holding gehört unter anderem die Tiroler Tageszeitung. Das Unternehmen zählt zu den bedeutenden Medienhäusern in Westösterreich.
Russmedia übernimmt Mehrheit
Im Zuge der Transaktion übernimmt Russmedia 77 Prozent der Anteile an der Moser Holding. Die bisher maßgeblich beteiligte Gründerfamilie Moser zieht sich aus dem Unternehmen zurück. Die Übernahme war Anfang Juni öffentlich bekanntgegeben worden und gilt als bedeutender Zusammenschluss für den Medienmarkt in Westösterreich.
BTV bleibt strategische Partnerin
Die BTV Vier Länder Bank AG beteiligt sich künftig mit 23 Prozent an der Moser Holding und wird als strategische Partnerin bezeichnet. Die Bank war bereits zuvor an dem Medienunternehmen beteiligt. Vor der neuen Beteiligungsstruktur hielt die BTV 24,99 Prozent der Anteile. Die übrigen 75,01 Prozent lagen bei der JS Moser Medienholding GmbH, die von den Nachfahren des Mitgründers Joseph Stephan Moser beziehungsweise der Familie Moser gehalten wurde.
(APA/red)
