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Vergleich im Streit um Twitter-Übernahme

Elon Musk will den Rechtsstreit mit der Börsenaufsicht durch eine vergleichsweise geringe Zahlung beenden.

05.05.2026 11:29
red04
© Adobe

Der Rechtsstreit zwischen Tech-Unternehmer Elon Musk und der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) im Zusammenhang mit der Übernahme von Twitter soll durch einen Vergleich beigelegt werden. Vorgesehen ist eine Zahlung von 1,5 Millionen Dollar, über die nun eine Richterin entscheiden muss.

Die Summe liegt deutlich unter den rund 150 Millionen Dollar, die Musk laut SEC durch verspätete Offenlegungspflichten eingespart haben soll. Die Behörde wirft ihm vor, beim Kauf von Twitter-Aktien im Jahr 2022 nicht rechtzeitig bekannt gegeben zu haben, dass sein Anteil die Fünf-Prozent-Marke überschritten hatte. Dadurch habe er weitere Aktien zu günstigeren Preisen erwerben können.

Nach Einschätzung der SEC entstand anderen Aktionären dadurch ein finanzieller Nachteil. Ursprünglich hatte die Behörde gefordert, dass Musk die eingesparten Beträge zurückzahlt und zusätzlich eine Strafe leistet. Frühere Vergleichsgespräche sollen laut Musks Anwälten deutlich höhere Forderungen umfasst haben.

Ein Versuch, die Klage abweisen zu lassen, war zuvor gescheitert. Das Gericht sah keinen ausreichenden Grund, das Verfahren einzustellen.

Hintergrund ist, dass Musk im Frühjahr 2022 schrittweise Anteile an Twitter erwarb. Laut SEC überschritt er Mitte März die meldepflichtige Beteiligungsschwelle, informierte die Öffentlichkeit jedoch erst Anfang April darüber. Zu diesem Zeitpunkt hielt er bereits einen deutlich größeren Anteil. Nach Bekanntwerden stieg der Aktienkurs erheblich an.

Musk übernahm Twitter schließlich im Oktober 2022 für rund 44 Milliarden Dollar und benannte die Plattform später in X um.

APA/Red.

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