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Frankreich verschärft Ermittlungen gegen Musk

Die französische Justiz prüft Vorwürfe rund um Algorithmen, Hassinhalte und KI-generierte Deepfakes auf der Plattform X.

08.05.2026 9:35
red04
© Adobe

Die Ermittlungen gegen US-Tech-Unternehmer Elon Musk und die Plattform X werden in Frankreich weiter ausgeweitet. Nachdem Musk einer Vorladung in Paris nicht gefolgt war, leitete die Staatsanwaltschaft formelle Untersuchungen gegen ihn, die Plattform sowie die frühere X-Chefin Linda Yaccarino ein. Der Fall liegt nun bei mehreren Ermittlungsrichtern.

Die Vorladung zu einer Anhörung im April war freiwillig, daher hatte das Fernbleiben von Musk und Yaccarino keine direkten rechtlichen Folgen. Die französischen Behörden betonten jedoch, dass die Ermittlungen unabhängig davon fortgeführt werden.

Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe, wonach Algorithmen auf X gezielt verändert worden sein sollen, um rechtsextreme Inhalte stärker sichtbar zu machen. Zudem untersuchen die Behörden mögliche Fälle von Holocaustleugnung sowie KI-erstellte sexualisierte Deepfakes von Frauen und Kindern, die international Kritik ausgelöst hatten.

X weist sämtliche Anschuldigungen zurück und spricht von unbegründeten Vorwürfen. Das Unternehmen sieht in den Maßnahmen der Behörden eine Gefahr für die Meinungsfreiheit. Musk selbst kritisierte die französischen Ermittler scharf auf seiner Plattform.

Die französische Justiz betont hingegen, Ziel der Untersuchungen sei es, sicherzustellen, dass X in Frankreich im Einklang mit geltenden Gesetzen betrieben wird. Auch auf europäischer Ebene laufen bereits mehrere Verfahren gegen die Plattform.

APA/Red.

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