US-Wettbewerbsbehörde verklagt Amazon

Die US-Wettbewerbsbehörde FTC wirft Amazon vor, Werbepreise zulasten von Kunden manipuliert zu haben.

01.09.2026 9:54
red04
© Adobe Stock
Amazon hatte sich bereits vor rund einem Jahr mit der FTC in einem anderen Verfahren geeinigt.

Die US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) und mehr als 20 Bundesstaaten haben Amazon wegen des Vorwurfs der Preismanipulation bei Werbeanzeigen verklagt. Das geht aus am gestrigen Montag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervor. Die Aktie des Online-Händlers verlor nach Bekanntwerden der Klage rund drei Prozent.

Mindestpreis für Anzeigen erhöht

Nach Informationen des Wall Street Journal wirft die FTC Amazon vor, Werbekunden über die Preise für Anzeigen getäuscht zu haben. Amazon habe den Mindestpreis für die Platzierung von Werbung heimlich angehoben. Den betroffenen Werbekunden sei dadurch ein Schaden in Milliardenhöhe entstanden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Vertreter der FTC. Die beteiligten Bundesstaaten können zivilrechtliche Strafen verlangen. Zudem können sie versuchen, einen Teil der von den Werbekunden gezahlten Beträge zurückzuerlangen.

Bereits Streit um Prime-Abos

Amazon hatte sich bereits vor rund einem Jahr mit der FTC in einem anderen Verfahren geeinigt. Der Konzern erklärte sich damals bereit, 2,5 Milliarden Dollar an Strafen und Rückerstattungen an Prime-Abonnenten zu zahlen. Die Behörde hatte Amazon vorgeworfen, Kunden mit irreführenden Methoden zum Abschluss eines Prime-Abonnements verleitet zu haben. Im neuen Verfahren geht es um das Werbegeschäft des Konzerns und die Preise, die Unternehmen für Anzeigen auf der Amazon-Plattform zahlen mussten. Über die Vorwürfe muss nun das Gericht entscheiden.

(APA/red)

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