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Sablatnig folgt Grünberger an der Spitze des Presserats

Personalwechsel im Presserat: Wolfgang Sablatnig wurde zum Präsidenten gewählt, Matthias Kettemann leitet künftig Senat 1.

05.03.2026 13:57
red04
© TT/Böhm
Wolfgang Sablatnig

Der Österreichische Presserat hat eine neue Führung. Am gestrigen Mittwoch wurde Wolfgang Sablatnig einstimmig zum Präsidenten gewählt. Er folgt auf Gerald Grünberger, der diese Funktion seit 2024 innehatte und künftig als Vizepräsident des Gremiums tätig sein wird. Neben der personellen Veränderung an der Spitze des Presserats gab es auch im Senat 1 eine Änderung: Matthias Kettemann übernimmt dort den Vorsitz.

Wechsel an der Spitze

Wolfgang Sablatnig arbeitete in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren als Innenpolitik-Redakteur bei der APA – Austria Presse Agentur. Heute ist er im Wiener Büro der „Tiroler Tageszeitung“ tätig. Darüber hinaus ist Sablatnig seit vielen Jahren im Trägerverein des Presserats engagiert, wo er den Presseclub Concordia vertritt. Zu seinen weiteren beruflichen Stationen zählen eine zweijährige Tätigkeit als Pressesprecher des Verfassungsgerichtshofes sowie seine Mitarbeit in der Vereinigung der Parlamentsredakteurinnen und -redakteure. Mit Blick auf seine neue Aufgabe betonte Sablatnig die Bedeutung der Selbstkontrolle im Journalismus. Angesichts von Fake News, zunehmender Polarisierung und Desinformation sei sie unverzichtbar, um das Vertrauen in Qualitätsmedien und professionellen Journalismus zu sichern.

Neuer Vorsitz im Senat 1

Auch im Senat 1 des Presserats kommt es zu einer personellen Veränderung. Den Vorsitz übernimmt künftig Matthias Kettemann. Der Jurist ist Professor für Innovation, Theorie und Philosophie des Rechts an der Universität Innsbruck und gilt als Experte für Medien- und Digitalrecht. Kettemann sieht im Presserat ein wichtiges Instrument der Selbstregulierung. Dieses trage wesentlich dazu bei, die hohe Qualität der Berichterstattung in Österreichs Medien zu sichern. Er folgt auf Maria Berger, die ihre Funktion auf eigenen Wunsch zurückgelegt hat.

(APA/red)

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