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Polizei und Armee in der Schweiz von Cyberangriff betroffen

IT-Unternehmen Xplain von Ransomware-Gruppe Play heimgesucht
©unsplash

In der Schweiz untersuchen Behörden einen Cyberangriff auf das IT-Unternehmen Xplain, zu dessen Kunden zahlreiche Bundes- und Kantonsbehörden gehören, darunter die Armee und der Zoll. Mehrere Kantonspolizeien, die Schweizer Armee und das Bundesamt fĂŒr Polizei (Fedpol) seien indirekt betroffen, berichtete die Westschweizer Zeitung “Le Temps” am Samstag.

Xplain sei “von einem Cyberangriff der Ransomware-Gruppe Play betroffen und hat deshalb bei der Kantonspolizei Bern Strafanzeige erstattet”, sagte Firmenchef Andreas Loewinger der Nachrichtenagentur AFP. Das Schweizer Unternehmen Xplain ist auf IT-Lösungen fĂŒr die innere Sicherheit spezialisiert und hat Niederlassungen in der Schweiz, in Spanien und in Deutschland. Nach dem Cyberangriff schaltete Xplain das Nationale Zentrum fĂŒr Cybersicherheit ein. “Wir haben mit der Play-Gruppe keinen Kontakt aufgenommen und werden keine Erpressungs-Zahlungen leisten”, betonte Loewinger. Das genaue Ausmaß des Datendiebstahls ist laut dem Unternehmen noch nicht bekannt. Einige der gestohlenen Daten seien von Play bereits veröffentlicht worden.

Das Fedpol sowie das Bundesamt fĂŒr Zoll und Grenzsicherheit bestĂ€tigten den Angriff, schrĂ€nkten die Tragweite jedoch ein. Die Projekte des Fedpol seien “nach derzeitigem Kenntnisstand nicht betroffen”, sagte ein Fedpol-Sprecher. “Die Daten des Bundesamtes selbst sind nicht betroffen”, erklĂ€rte auch eine Sprecherin des Zollamts.

Wie in anderen LĂ€ndern nehmen in der Schweiz Cyberangriffe auf Unternehmen, Behörden und UniversitĂ€ten zu. Erst kĂŒrzlich waren zwei Medienunternehmen, CH Media und NZZ, von der Hackergruppe Play angegriffen worden.

APA/Red.

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