Papst warnt Journalisten vor Propaganda in Kriegszeiten
In einer Ansprache an Journalisten warnte der Papst vor Propaganda und sprach über Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz.
Papst Leo XIV. hat Journalisten dazu aufgerufen, über Kriege aus der Perspektive der Opfer zu berichten. Berichterstattung dürfe nicht zu propagandistischen Zwecken genutzt oder wie ein „Videospiel“ inszeniert werden. „Es liegt an Ihnen, das Leid zu zeigen, das Kriege stets über die Bevölkerung bringen, das Gesicht des Krieges darzustellen und ihn durch die Augen der Opfer zu erzählen, um ihn nicht in ein Videospiel zu verwandeln“, sagte das Kirchenoberhaupt am heutigen Montag.
Warnung vor Propaganda
Gerade in Zeiten von Kriegen müsse der Journalismus besonders darauf achten, nicht zum Instrument von Propaganda zu werden. Die Aufgabe von Journalisten, Informationen zu überprüfen und einseitige Darstellungen zu vermeiden, sei wichtiger denn je. Der Papst äußerte sich diesbezüglich bei einer Audienz mit Journalisten der RAI-Nachrichtenredaktion Tg2. Anlass war das 50-jährige Bestehen des Nachrichtenformats.
Herausforderungen durch KI
In seiner Ansprache ging der Papst auch auf die Veränderungen durch digitale Medien und Künstliche Intelligenz ein. Kommunikation müsse sich weiterhin an menschlichen Maßstäben orientieren und dürfe sich nicht ausschließlich an technologischen Entwicklungen ausrichten. Technische Innovationen könnten Kreativität, kritisches Urteilsvermögen und geistige Freiheit nicht ersetzen, betonte er.
(APA/red)