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Österreich setzt auf Bollywood-Kooperation

Ein neues Filmabkommen mit Indien soll internationale Produktionen anziehen und Impulse für Tourismus und Kreativwirtschaft schaffen.

17.04.2026 9:36
red04
© Adobe

Österreich baut seine Zusammenarbeit mit Indien im Filmbereich deutlich aus. In Neu-Delhi unterzeichneten Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und sein indischer Amtskollege Piyush Goyal ein bilaterales Filmabkommen, das den Weg für engere Kooperationen ebnet. Ziel ist es, Österreich stärker als Drehort für internationale Produktionen zu positionieren – insbesondere für die indische Filmindustrie, bekannt als Bollywood.

Das Abkommen schafft die Grundlage für gemeinsame Filmproduktionen, bei denen Finanzierung, kreative Verantwortung und Verwertungsrechte zwischen beiden Ländern geteilt werden. Gleichzeitig erhalten indische Produktionsfirmen Zugang zu österreichischen Förderprogrammen, was die Attraktivität des Standorts zusätzlich erhöhen soll.

Von der Zusammenarbeit verspricht sich Österreich nicht nur wirtschaftliche Effekte für die heimische Film- und Kreativbranche, sondern auch langfristige Impulse für den Tourismus. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass bekannte Drehorte – etwa in den Alpen – zu beliebten Reisezielen für internationale Besucher werden können.

Indien gilt mit mehr als 1.000 Produktionen jährlich als größte Filmnation der Welt. Im Vergleich dazu wurden in Österreich in den vergangenen Jahren etwas über 100 Filmprojekte umgesetzt. Durch die Kooperation könnte sich diese Zahl künftig erhöhen.

Im Rahmen des Treffens, an dem auch Bundeskanzler Christian Stocker und Indiens Premierminister Narendra Modi teilnahmen, wurden zudem weitere Abkommen in Bereichen wie Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Sicherheit vorgestellt. Der Besuch gilt als bedeutender Schritt in der Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern.

APA/Red.
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