ORF-Zukunftsforum soll Reformprozess einleiten
Politik, Medienvertreter und Persönlichkeiten aus Kultur und Sport beraten am 10. und 11. September über die Zukunft des ORF.
Am 10. und 11. September lädt Medienminister Andreas Babler (SPÖ) zum ORF-Zukunftsforum in das Kultur- und Medienministerium bei der Urania. Die Veranstaltung gilt als Auftakt für die geplante Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das vorläufige Programm umfasst fünf Themenbereiche. Arbeitsgruppen befassen sich mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag und dem Programm, Jugend und Medienkompetenz, Digitalisierung, Plattformen und Künstlicher Intelligenz sowie mit Strukturen, Governance und der Repräsentanz des Publikums. Ein weiterer Schwerpunkt sind Kooperationen und die Bedeutung des ORF für den Medienstandort Österreich.
Babler und Thurnher zum Auftakt
Das Forum beginnt am 10. September um 10 Uhr mit einer rund 30-minütigen Rede von Babler. Anschließend spricht ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher unter dem Titel „Weichen stellen“. Clemens Pig, der designierte Nachfolger Thurnhers, tritt erst am zweiten Tag auf. Seine Präsentation ist für den frühen Nachmittag und damit gegen Ende der Veranstaltung vorgesehen. Der Titel seines Beitrags lautet „Ein ORF, dem Österreich vertraut“.
Vorträge von Medienexperten
Zum Programm gehören auch mehrere Keynotes. Die Medienwissenschaftlerin Annika Sehl von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt spricht über die Rolle öffentlich-rechtlicher Medien im digitalen Umfeld. Der Jugendforscher Matthias Rohrer widmet sich dem Thema Jugend. Aus der Schweiz kommt Susanne Wilke, Generaldirektorin der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG. Ihr Beitrag trägt den Titel „Öffentlich-Rechtliche Praxis“.
Mediensprecher der Parteien diskutieren
Auch die im Parlament vertretenen Parteien sind beim Zukunftsforum eingebunden. Für die Mediensprecher sind zwei Panels vorgesehen. Damit erhalten die politischen Parteien Gelegenheit, ihre Vorstellungen zur weiteren Entwicklung des ORF darzulegen. Weitere Programmpunkte widmen sich Unterhaltung, Kunst, Kultur und Sport. Zum Abschluss des ersten Tages diskutieren Sängerin Anna Buchegger, Kabarettistin Marina Lacković alias Malarina, Schriftstellerin Anna Weidenholzer, Fußball-Teamchef Ralph Rangnick und der mehrfache Kletter-Weltmeister Jakob Schubert über die Frage „Ein ORF für alle?“.
Arbeitsgruppen präsentieren Ergebnisse
Die fünf Arbeitsgruppen sollen sich während der beiden Tage mit ihren jeweiligen Themen befassen und anschließend Ergebnisse präsentieren. Im Zentrum stehen damit sowohl der Programmauftrag des ORF als auch Fragen der digitalen Entwicklung, der internen Organisation und der Zusammenarbeit mit anderen Medien. Welche Punkte davon in die konkrete Reform des ORF übernommen werden, wird sich im weiteren politischen Prozess entscheiden.
(APA/red)