ORF meldet Quotenerfolg für ESC 2026

Der Eurovision Song Contest aus Wien erzielte im ORF starke Reichweiten und besonders hohe Werte bei jungen Zielgruppen.

18.05.2026 11:26
red04
© ORF/Thomas Ramstorfer
Die bulgarische Gewinnerin Dara mit den ESC-Moderatoren Victoria Swarovski und Michael Ostrowski.

Die Übertragung des 70. Eurovision Song Contest erwies sich für den ORF als Quotenerfolg. Durchgehend verfolgten rund 1,5 bis über 1,6 Millionen Zuseher die rund vierstündige Show aus der Wiener Stadthalle am Samstagabend. Den höchsten Wert erreichte die Hauptshow gegen 22.00 Uhr in ORF 1, als fast 1,6 Millionen Menschen zusahen. Der Marktanteil lag zu diesem Zeitpunkt bei rund 55 Prozent. Auch in der Schlussphase der Sendung blieben die Reichweiten stabil. Das Jury- und Publikumsvoting, das überraschend Bulgariens Dara mit „Bangaranga“ zur Siegerin kürte, sahen weiterhin etwa 1,45 Millionen Personen. In dieser Phase stieg der Marktanteil auf knapp 80 Prozent.

Rahmenprogramm ebenfalls stark

Bereits der „Countdown“ als Vorberichterstattung erreichte zur Hauptsendezeit rund 900.000 Zuseher. Auch die späte „Aftershow“ blieb im relevanten Publikum sichtbar und kam noch auf knapp 400.000 Mitseher. Zusätzlich nutzten rund 100.000 Personen den Livestream. Laut Angaben handelt es sich dabei um einen Rekordwert für ESC-Übertragungen im Onlinebereich. Der ESC erzielte laut ORF besonders starke Werte in jüngeren Bevölkerungsgruppen. 69 Prozent der 12- bis 49-Jährigen und 78 Prozent der 12- bis 29-Jährigen, die am Samstagabend fernsahen, verfolgten die Übertragung in ORF 1.

ORF zieht Bilanz

ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher sprach von einem international realisierten Großereignis, das weltweit von Millionen Menschen verfolgt worden sei. Der ESC unterstreiche die Bedeutung öffentlich-rechtlicher Programmangebote. Fernsehdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz verwies auf die Verbindung zwischen der Vielfalt des Eurovision Song Contest und der musikalischen Identität Österreichs. ESC-Executiveproducer Michael Krön zog eine insgesamt positive Bilanz der Veranstaltung.

Vergleich zum Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Reichweiten teilweise höher. Damals sahen bis zu 1,3 Millionen Zuseher kurz vor 22.00 Uhr zu, als JJ in Basel seinen Beitrag „Wasted Love“ präsentierte. Bei der späteren Entscheidung nach Mitternacht lag die durchschnittliche Reichweite bei rund 787.000 Personen. Die diesjährigen Quoten bilden die höchsten seit 2015, Österreichs letztem Austragungsjahr.

Public Viewing gut besucht

Auch außerhalb des Fernsehens war das Interesse groß. Trotz teils ungünstiger Wetterbedingungen kamen zahlreiche Besucher zu Public-Viewing-Veranstaltungen in Österreich. Besonders stark frequentiert war die Fanmeile am Wiener Rathausplatz im sogenannten „Eurovision Village“.

Millionenpublikum auch in Deutschland

Auch in Deutschland erzielte das Finale hohe Reichweiten. Insgesamt verfolgten rund 8,9 Millionen Menschen die Übertragung in der ARD. Damit war die Sendung die meistgesehene des Samstags. Besonders stark war der Marktanteil in der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit 64,5 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei knapp 80 Prozent und hatte damit einen Rekord erreicht.

(APA/red)

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