ORF eröffnet neues Nahost-Büro in Beirut
Paul Huemer übernimmt den Aufbau und die Leitung des neuen ORF-Büros in der libanesischen Hauptstadt.

Der ORF baut sein Korrespondentennetz im Nahen Osten um und eröffnet Mitte September ein neues Büro in Beirut. Mit dem Aufbau und der Leitung des Standorts wird der ORF-Auslandsjournalist Paul Huemer betraut. Für Beirut habe man sich entschieden, weil sich im Libanon wichtige Konfliktthemen der Region bündeln. Zudem verwies der ORF auf das vergleichsweise hohe Maß an Pressefreiheit im Land sowie die geografische Nähe zu Syrien und anderen für die Berichterstattung relevanten Grenzgebieten.
Erfahrung aus mehreren Krisenregionen
Huemer ist 31 Jahre alt und studierte Geschichte mit Schwerpunkt Arabistik und islamische Geschichte. Seit fünf Jahren arbeitet er in der ORF-Auslandsredaktion. In dieser Zeit berichtete er unter anderem aus der Ukraine, dem Ostkongo und der Golfregion. Zuletzt war er für den ORF in verschiedenen Ländern Afrikas unterwegs. ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher bezeichnete Huemer als „absoluten Nahost-Kenner und Top-Profi“.
Fokus auf Menschen und Geschichten
Huemer sieht in seiner neuen Aufgabe die Möglichkeit, näher am Geschehen und an den Menschen der Region zu berichten. Gerade angesichts der zahlreichen Veränderungen im Nahen Osten sei dies eine besondere journalistische Aufgabe, erklärte er laut ORF. Im Mittelpunkt seiner Arbeit sollen die Menschen und ihre persönlichen Geschichten stehen. Dadurch wolle er die Entwicklungen in der Region für das Publikum greifbarer machen.
ORF bleibt auch in Tel Aviv präsent
Mit dem neuen Standort in Beirut erweitert der ORF seine Präsenz im Nahen Osten. In Tel Aviv verfügt der Sender weiterhin über ein Büro. Der Libanon liegt im aktuellen Pressefreiheitsranking von Reporter ohne Grenzen auf Platz 115 und damit einen Rang vor Israel. Gleichzeitig wird der bisherige ORF-Standort in Ägypten im Zuge der Neuordnung des Korrespondentennetzes und eines Generationenwechsels aufgegeben. Dort war Karim El-Gawhary tätig. Bereits Ende des vergangenen Jahres war angekündigt worden, dass er künftig als Freelancer weiterhin aus Ägypten und über den arabischen Raum für den ORF berichten soll.
(APA/red)
