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Opernliebe, die verbindet

Dr. Thomas Dänemark, Generalsekretär des Vereins „Freunde der Wiener Staatsoper“, gibt im Gespräch mit ExtraDienst einen Blick in die vielfältige Welt der Opernfreunde
© Johannes Ifkovits

Thomas Dänemark mit Aki Nuredini, dem Wirt des bei Opernstars beliebten Ristorante „Sole“ – im Hintergrund: Opern-Ikone Anna Netrebko

In der pulsierenden Kulturlandschaft Wiens gibt es einen Verein, der sich seit fast einem halben Jahrhundert der Leidenschaft für die Oper widmet: Die Freunde der Wiener Staatsoper. Dieser Zusammenschluss von Opernenthusiasten verfolgt das Ziel, seinen Mitgliedern die faszinierende Welt der Oper – mit einem besonderen Augenmerk auf die Wiener Staatsoper – näherzubringen. Durch eine Vielzahl an Aktivitäten, wie Reisen und exklusive Events, ermöglichen die Opernfreunde einzigartige Einblicke in das Operngeschehen. Der Generalsekretär des Vereins, Dr. Thomas Dänemark, erklärt im Gespräch mit ExtraDienst, wie die Opernfreunde den Austausch zwischen den Künstlern und dem Publikum fördern.

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Dr. Thomas Dänemark, Generalsekretär des Vereins „Freunde der Wiener Staatsoper“ // © Martin Siebenbrunner

Kunst hautnah erleben

Ein essenzieller Punkt auf der Agenda der Opernfreunde ist es, den Künstlern eine Stimme auch abseits der Bühne zu geben, wie Dänemark meint: „Wir organisieren regelmäßig Künstlergespräche, bei denen Sängerinnen und Sänger, Dirigentinnen und Dirigenten sowie Regisseurinnen und Regisseure zu Wort kommen.“ Diese Interviews wurden einst auf Ö1 ausgestrahlt und finden mittlerweile bei Radio Klassik Stephansdom ein Zuhause. Dort können Interessierte die Gespräche auch online nachhören.

Auch der Austausch zwischen den Künstlern und ihrem Publikum, sprich den Opernfreunden, ist dem Verein ein Anliegen. Hierfür veranstaltet Dänemark selbst seit gut zehn Jahren sogenannte Werkeinführungen: „Wenn die Wiener Staatsoper eine neue Produktion präsentiert, erkläre ich den Mitgliedern beispielsweise bei einem Afternoon Tea im Hotel Bristol, dem sogenannten Salon opera, die Hintergründe des Werks, unterstützt durch Beispiele und Gespräche mit Mitwirkenden.“

Die Opernfreunde setzen sich zudem umfassend für die Förderung junger Talente ein. So geben sie jungen Sängerinnen und Sängern beim jährlichen Adventkonzert und bei den Jurykonzerten in Kooperation mit der Musikuniversität eine Plattform, um ihr Können zu präsentieren und Preise zu gewinnen.

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Die Opernfreunde ermöglichen einen regen Austausch zwischen Künstlern und ihrem Publikum // © privat

Die Kultur fremder Länder genießen

Darüber hinaus eröffnen die Opernfreunde ihren Mitgliedern jährlich etwa acht bis zehn Mal die Möglichkeit, zu bedeutenden Opernhäusern in Europa und in alle Welt zu reisen, um dort herausragende Aufführungen zu erleben. Dieses Jahr sind unter anderem Reisen nach Manaus, Prag sowie nach Südengland geplant.

Ein herausragendes Beispiel für die Aktivitäten der Opernfreunde ist die kommende Veranstaltung im Kunsthistorischen Museum, die sich der Oper „Lohengrin“ widmet. In Zusammenarbeit mit dem berühmten Kapellmeister Christian Thielemann wird in der Hofjagd- und Rüstkammer eine Diskussion zum Thema „Lohengrin – ein Ritter in strahlender Rüstung“ geführt, ergänzt durch eine exklusive Führung nach Schließung der Kammer und eine musikalische Darbietung in einem festlichen Rahmen.

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Thomas Dänemark mit Kapellmeister Christian Thielemann // © privat

Ein Verein für alle

Für ihre Mitglieder bringt der Verein neunmal im Jahr das Magazin „Stretta“ heraus. Hier sowie im Jahrbuch der Opernfreunde informieren die Opernfreunde ihre Mitglieder über die Vereinsaktivitäten, bieten Rückblicke und pflegen ein Aufführungsarchiv, in dem Interessierte genaustens nachlesen können, wer, wann, was und wo gespielt hat.

Die Opernfreunde sind stets auf der Suche nach neuen Mitgliedern aller Altersgruppen. Man sei auch verstärkt an einer Verjüngung des Publikums interessiert, so Dänemark. Die Mitgliedsbeiträge sind dementsprechend moderat gestaltet, um eine breite Teilnahme – beispielsweise eben auch für Studierende – zu ermöglichen und gleichzeitig die vielfältigen Aktivitäten zu unterstützen. So betragen die Kosten für Jungmitglieder gerade einmal 12 Euro im Jahr, für Erwachsene sind es jährlich 65 Euro. Zudem gibt es Familienmitgliedschaften für 95 Euro pro Jahr.

Wer die Opernfreunde in besonderem Ausmaß unterstützen will, kann mit einer Förderer-Mitgliedschaft für 580 Euro oder einer Sponsoren-Mitgliedschaft für 950 Euro jährlich dabei helfen, dass die Aktivitäten der Opernliebhaber sowie die Arbeitsplätze der hauptberuflichen Mitarbeiter des Vereins gesichert sind.

Unternehmen, die den Verein für PR und Werbung nutzen möchten – beispielsweise in Form von Inseraten oder Beilagen in der „Stretta“ –, bietet sich mit der Mäzen-Mitgliedschaft für 1.800 Euro pro Jahr ebenfalls ein attraktives Angebot.

In einer Zeit, in der die Kulturlandschaft ständigen Veränderungen unterliegt, beweisen die Opernfreunde, dass die Liebe zur Oper und das Engagement für die Kunstform lebendig und inspirierend bleiben. Informationen und Details zu Mitgliedschaft und Veranstaltungen finden Interessierte auf der Website www.opernfreunde.at.

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