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OPERNB-ALL-STARS: Lisa Trompisch

Die arrivierte Society-Journalistin verfolgt für den Kurier das Geschehen am Ball der Bälle.
Kurier/Philipp Hutter

Lisa Trompisch mit ORF-Satiriker Peter Klien

ExtraDienst: Der wievielte Opernball ist das für Sie?
Lisa Trompisch: Ich bin seit 2000 als Society-Journalistin unterwegs, also ich glaube, es müsste jetzt der 20. Sein.

ED: Ein Jubiläum. Hat man da Schmetterlinge im Bauch?
Trompisch: Man ist immer ein bisschen nervös. Es kann wahnsinnig viel passieren. Vor allem die Tage davor sind mit Terminen ausgefüllt. Man ist immer aufgeregt. Aber ich glaube, das ist wichtig. Da merkt man, dass man den Beruf noch immer mit Leidenschaft ausübt.

ED: Ist der Opernball das wichtigste Society-Event des Jahres?
Trompisch: Ja. Das ist unsere Olympiade. Er hat ja auch einen internationalen Bekanntheitsgrad.

ED: Wieviel Platz wird Ihnen dafür im Kurier eingeräumt?
Trompisch: Wir planen drei Seiten aktuell zu berichten und drei Seiten Nachberichtserstattung. Dazu kommt noch unsere Online-Berichterstattung.

ED: Wie groß ist die Mannschaft?
Trompisch: Sandra Baierl, die sich um die Wirtschaftspromis und die Politik kümmern wird, und ich sind vor Ort am Ball. Dazu haben wir zwei Fotografen mit. In der Redaktion kümmern sich fünf Mitarbeiter darum, sowie die Abendchefin. Dazu sind zwei Layouter und zwei Fotoredakteurinnen im Einsatz.

Trompisch und Begleitung 28. Februar 2024
Lisa Trompisch mit Ex-Teamchef Marcel Koller ©Kurier/Jeff Mangione

ED: Wie legen Sie die Opernballberichterstattung an?
Trompisch: Man bereitet sich gut vor. Informiert sich, wer vor Ort und wer in welcher Loge sein wird. Für die Erstausgaben ist es wichtig, die Modethemen abzudecken. Ansonsten lasse ich mich von meiner Intuition leiten. Denn es tun sich immer wieder Geschichten auf, denen man dann individuell nachgeht.

ED: Hilft einem die Routine dabei?
Trompisch: Absolut. Vor allem, dass man nach so vielen Jahren seine Klientel schon ganz gut kennt.

ED: So mancher legt seine Berichterstattung auf „aufblatteln“ aus. Das kann man sich vom Kurier wohl nicht erwarten?
Trompisch: Nein. Wir sind nicht dazu da, Leute bloßzustellen. Es wird trotzdem launig und unterhaltsam.

ED: Was war Ihr schönstes Opernball-Erlebnis?
Trompisch: Das war ein Gespräch mit Gina Lollobrigida. Meine Großmutter war ein großer Fan von ihr. Als Kind habe ich mit ihr die ganzen Filme gesehen. Am Opernball konnte ich mit Lollobrigida kurz plaudern und habe meine bescheidenen Italienisch-Kenntnisse ausgepackt. Und ihr von meiner Großmutter erzählt. Gina Lollobrigida war wirklich reizend. Eine echte Diva, im positiven Sinne.

ED: Was war Ihr schlimmstes Opernball-Erlebnis?
Trompisch: Das war, als Paris Hilton zu Gast war. Auf der Stiege herrschte ein großes Gedränge und dabei wurde ich von eine Kameramann fast „erschlagen“. Ich habe seine TV-Kamera voll auf den Kopf bekommen und hatte dann den Rest des Abends starke Kopfschmerzen.

Trompisch 28. Februar 2024
©Kurier/Gilbert Novy

ED: Hat der Opernball an Glamour verloren?
Trompisch: Viele meinen zwar, früher sei alles besser gewesen, denn da seien noch die gekrönten Häupter auf den Ball gekommen. Ich finde gerade den heurigen Opernball sehr gut besucht. Trotz Semesterferien. Für jegliches Klientel wird es etwas zu sehen geben. Auch für den Boulevard, da einige Trash-Stars dabei sein werden. Davon lebt der Journalismus. Die Mischung ist großartig.

ED: Aber wo bleiben die Jungen?
Trompisch: Für die sind vermutlich andere Bälle attraktiver. Aber wer sieht noch fern? Die Jungen sind es nicht. So gesehen bedient der Opernball das Zielpublikum.

ED: Danke für das Gespräch.

Kurzporträt Lisa Trompisch:

Geboren am: 3.12.1979
Familienstand: ledig
Wichtigste Karrierestationen: Seitenblicke Magazin, Puls TV, Heute, Kurier
Wenn Sie alle Kurier-Leser in einem Raum versammelt hätten und sie könnten Ihnen eine kurze Botschaft zum Opernball schicken, wie würde die lauten: Qualität vor Quantität

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