Ö3-Jugendstudie: Zuversicht trotz Krisen
Die Ö3-Jugendstudie zeigt eine überwiegend optimistische Generation, die trotz Krisen klare Erwartungen an Politik und Gesellschaft formuliert.

Die Ergebnisse der Ö3-Jugendstudie 2026 zeigen ein differenziertes Bild der 16- bis 25-Jährigen in Österreich: Trotz globaler Krisen blickt die Mehrheit der jungen Menschen zuversichtlich in die eigene Zukunft, sieht jedoch gleichzeitig deutlichen Veränderungsbedarf in Gesellschaft und Politik.
Zufrieden, aber mit Sorgen
87 Prozent der Befragten sind mit ihrem Leben zufrieden, 86 Prozent optimistisch, was ihre persönliche Zukunft betrifft. Gleichzeitig stehen finanzielle Sicherheit, leistbarer Wohnraum und gesellschaftliche Stabilität im Zentrum ihrer Sorgen. Nur ein Teil hält klassischen Wohlstand – etwa ein Eigenheim – für realistisch erreichbar.
Klare Werte und digitaler Alltag
Viele junge Menschen orientieren sich weiterhin an klassischen Lebensmodellen: Ein Großteil wünscht sich Ehe und Familie, Treue gilt als wichtiger Wert. Der Alltag ist jedoch stark digital geprägt – insbesondere durch intensive Social-Media-Nutzung, die auch als belastend erlebt wird.
Erwartungen an Schule und Arbeit
Die GenZ fordert ein moderneres Bildungssystem mit mehr Praxisbezug, Alltagswissen und Raum für Diskussion. Beim Beruf steht Sicherheit im Vordergrund: Einkommen, Stabilität und ein respektvolles Arbeitsumfeld sind wichtiger als Selbstverwirklichung.
Politisch interessiert, aber distanziert
In Umwelt- und Energiefragen zeigt sich die Generation offen für erneuerbare Energien, bleibt aber realistisch: Fossile Energieträger werden ihrer Einschätzung nach vorerst weiter notwendig sein. Das Interesse an Politik ist hoch, gleichzeitig fühlen sich viele nicht ausreichend vertreten. Die Mehrheit spricht sich für mehr Zusammenarbeit in Europa aus und steht militärischer Aufrüstung eher kritisch gegenüber.
(PA/red)
