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Neuer E.ON- Chef

Kritik an Digitalisierungsfortschritt
© Pixabay

Der neue Chef des Stromkonzerns E.ON, Leonard Birnbaum, hat Deutschlands VersĂ€umnisse bei der Digitalisierung der Energieversorgung kritisiert. Laut Birnbaum sei die staatliche Regulierung wenig innovationsfreudig und in Teilen nicht wettbewerbsfĂ€hig. Ein schlimmes Beispiel dafĂŒr sei „der jĂ€mmerliche Roll- Out der Smart Meter“.

In Deutschland kommt der Einsatz von intelligenteren MessgerĂ€ten, die mit dem Internet verbunden sind und Stromnachfrage sowie Stromerzeugung besser in Einklang bringen soll, kaum voran. Im MĂ€rz stoppte das nordrhein- westfĂ€lische Oberverwaltungsgericht eine Einbaupflicht der GerĂ€te, weil diese am Markt verfĂŒgbaren Messsysteme nicht den gesetzlichen Anforderungen genĂŒgten. Die Einbaupflicht gilt fĂŒr Messstellenbetreiber zunĂ€chst nur ab einem Stromverbrauch von 6000 Kilowattstunden im Jahr. 

Birnbaum kritisiert vor allem das Genehmigungsverfahren von Smart Meter. Jedes Update des Betriebssystems benötige eine eichrechtliche Genehmigung. “Wenn solche Anforderungen fĂŒr Ihr Smartphone gelten wĂŒrden, wĂ€re die Software quasi immer veraltet. Und bei Smart Metern ist das nicht anders”, so der E.ON-Chef.

Laut Birnbaums Angaben sind bisher in Deutschland rund 30.000 Smart Meter eingebaut. Viele andere LĂ€nder hĂ€tten bereits vollstĂ€ndig auf intelligente ZĂ€hler umgestellt. Deutschland mĂŒsse BĂŒrokratie abbauen, um bei der Digitalisierung schneller zu werden.

APA/ Red.

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