Musk zieht Klage gegen Apple zurück

Nach mehr als einem Jahr beendet Elon Musk seinen Rechtsstreit mit Apple, die damit zusammenhängenden Vorwürfe gegen OpenAI bleiben jedoch bestehen.

15.09.2026 9:14
red04
© Brendan SMIALOWSKI / AFP
Musk argumentierte, Apple habe in den USA einen Anteil von rund 65 Prozent am Smartphone-Markt und OpenAI halte rund 80 Prozent des KI-Chatbot-Marktes.

Tech-Milliardär Elon Musk hat seine Klage gegen Apple wegen angeblich unfairen Wettbewerbs zurückgezogen. Musk hatte dem iPhone-Konzern und OpenAI vor gut einem Jahr vorgeworfen, andere KI-Chatbots wie seine Software Grok zu benachteiligen und damit ChatGPT einen Vorteil zu verschaffen. Aus Gerichtsunterlagen geht nun hervor, dass die Vorwürfe gegen Apple ausgeräumt worden seien. Wie es zu der Einigung kam, wurde nicht bekannt. Die Klage gegen OpenAI bleibt bestehen.

Streit mit OpenAI geht weiter

Musk führt seit Jahren einen Rechtsstreit mit OpenAI und dessen Chef Sam Altman. Der frühere Investor des Unternehmens wirft OpenAI unter anderem vor, die ursprünglich gemeinnützige Organisation entgegen den ursprünglichen Grundsätzen in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt zu haben. In einem Verfahren in Kalifornien entschied eine Jury gegen Musk. Auslöser für die Klage gegen Apple war die 2024 angekündigte Zusammenarbeit des Konzerns mit OpenAI. Über Siri können Nutzer Anfragen, die Apples Sprachassistent nicht beantworten kann, an ChatGPT weiterleiten.

Vorwurf eines KI-Monopols

Musk argumentierte, Apple habe in den USA einen Anteil von rund 65 Prozent am Smartphone-Markt und OpenAI halte rund 80 Prozent des KI-Chatbot-Marktes. Daraus leitete er einen wettbewerbswidrigen Monopolvorwurf ab. Neben Schadenersatz forderte Musk auch ein Ende der Kooperation zwischen Apple und OpenAI. Kurz vor dem Rückzug der Klage brachte Apple in den USA eine neue, mit KI verbesserte Version von Siri auf den Markt. Einige Funktionen basieren dabei auf Googles KI-Modell Gemini. Zum Zeitpunkt der Klage stand auch Musks Chatbot Grok in der Kritik. Das System hatte unter anderem mit antisemitischen Äußerungen und Lob für Adolf Hitler für einen Eklat gesorgt. Musks KI-Unternehmen xAI sprach von einem Programmierfehler. Inzwischen wurde xAI in Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX integriert.

(APA/red)

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