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Mattel-Chef vor Wechsel zu Paramount

Mattel-Chef Ynon Kreiz wechselt an die Spitze von Paramount und soll die Integration von Warner leiten.

02.10.2026 9:11
red04
© Frederic J. Brown / AFP
Ynon Kreiz

Kurz vor dem geplanten Abschluss der Übernahme von Warner Bros. verstärkt Paramount seine Führungsspitze. Ynon Kreiz, bisher Chef des Spielwarenkonzerns Mattel, wird gemeinsam mit dem bisherigen Paramount-Lenker David Ellison Co-Chef des Konzerns. Kreiz soll seine neue Funktion am 5. Oktober übernehmen, einen Tag später soll nach aktueller Planung der Zusammenschluss von Paramount und Warner vollzogen werden. Ellison soll sich in der Doppelspitze vor allem um Strategie, die kreative Ausrichtung und Technologie kümmern. Kreiz übernimmt dagegen das Tagesgeschäft und soll die Integration der beiden Unternehmen leiten. Bei der Zusammenlegung wird mit dem Abbau von mehreren tausend Arbeitsplätzen gerechnet. Paramount hat Investoren jährliche Einsparungen von sechs Milliarden Dollar innerhalb von drei Jahren in Aussicht gestellt. Kreiz bringt dafür Erfahrungen mit einem Sanierungskurs bei Mattel mit, zu dem auch Stellenabbau gehörte.

„Barbie“ als Hollywood-Einstieg

Bekannt wurde Kreiz im Filmgeschäft vor allem durch den Erfolg von „Barbie“. Für die Verfilmung des Mattel-Klassikers ließ er dem Team rund um Regisseurin Greta Gerwig nach deren Angaben weitgehend freie Hand. Der Film wurde 2023 zum Kassenerfolg und entwickelte sich auch durch seine feministische Botschaft zu einem kulturellen Phänomen. Der Erfolg von „Barbie“ ließ zeitweise auch die Verkäufe der Puppen steigen. Kreiz gab anschließend weitere Filmprojekte rund um Mattel-Marken frei.

Warner-Übernahme vor Abschluss

Die mehr als 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner steht unterdessen unmittelbar vor dem Abschluss. Kalifornien und weitere Bundesstaaten hatten ihre Klage gegen den Deal nach einer Einigung fallen gelassen. Im Zuge dieser Einigung sagte Paramount unter anderem zu, in den kommenden fünf Jahren mehr Geld in Filmproduktionen in den USA zu investieren und die Studiogelände beider Unternehmen in Los Angeles zu erhalten.

(APA/red)

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